Ab März gibt es immer mehr Corona-Lockerungen. Friseure dürfen öffnen, genau wie Kosmetikstudios, Baumärkte und Blumenläden. Die Gastronomie muss allerdings warten. Kein Wunder also, dass der Wunsch nach einer Öffnung der Außengastronomie laut wird.

Gerade bei schönem Wetter zieht es die Menschen nach draußen. Um das zu regeln, fordert Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), "zusätzliche sichere Flächen im Freien zu schaffen." Mit einem Öffnen der Außengastronomie würden unkontrollierte Ansammlungen im öffentlichen wie privaten Raum vermieden und Begegnungspunkte entzerrt werden.

Stadt Bamberg: Öffnung der Freischankflächen bei Inzidenzwert unter 50 möglich

Die momentanen Maßnahmen, die nur "To Go" erlauben, bleiben nach bisherigen Angaben noch bis 7. März bestehen. "Derzeit ist also keine Öffnung rechtlich möglich", sagt Bambergs Pressesprecher Steffen Schützwohl. "Bei Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz kleiner 50 können dann im Einvernehmen mit der Regierung lokal Lockerungen verfügt werden." Da die Infektionszahlen in Bamberg momentan zu hoch sind, seien der Stadt in dem Fall die Hände gebunden.

Wie wichtig die Öffnungen jedoch für die Gastronomie sind, wird im Gespräch mit Linda Le, der Geschäftsführerin der Kawenzmann - Modern Tiki Bar und Dude Retro Lounge, klar. "Wir sind dieses Jahr, genau wie letztes, auf die Öffnung der Außenbereiche angewiesen." Im letzten Jahr habe es Sondergenehmigungen der Stadt gegeben, zum Beispiel Parkplätze zu bestuhlen. "Erfahrungsgemäß gibt es in Bamberg wenig Platz, daher hoffen wir auch in diesem Jahr auf diese Sondergenehmigungen, die es hoffentlich so bald wie möglich gibt."

Diese Sondernutzungserlaubnis möchte die Stadt Bamberg wieder erteilen. "Unter der Voraussetzung, dass die Gastronomen wieder öffnen dürfen, wird das Straßenverkehrsamt eine Erweiterung der Freischankflächen dulden", bestätigt Steffen Schützwohl. Dies hänge aber auch von den Inzidenzzahlen und den Bestimmungen der Regierung ab. Gleiches gilt für die Öffnungen von Außenterrassen oder Biergärten. "Ein entsprechendes Anschreiben wird diese Woche noch herausgehen, damit die Gastronomen die Zeit bis zur - hoffentlich baldigen - Öffnung nutzen können." Dies gelte aber nur für Gastronomen, die bereits über Freischankflächen verfügen.