• Bamberger "Schlenkerla" verschenkt 100 Seidla für die Vermittlung einer Küchenhilfe
  • "Missliche Lage": Brauereigaststätte hat Probleme, Personal zu finden
  • Was von der neuen Hilfe erwartet wird und was sie bekommt
  • Gaststättenleiter äußert sich zu Auswirkungen auf Gäste

Das Bamberger "Schlenkerla" leidet wie viele in der Gastronomie-Branche unter Personalmangel. Um die Suche nach einer geeigneten Küchenhilfe zu erleichtern, schreibt das Team seit Donnerstag (23. Juni 2022) "100 Seidla Rauchbier" als Belohnung bei einer erfolgreichen Vermittlung aus. 

Bamberger "Schlenkerla" sucht Küchenhilfe: Arbeitsbedingungen immer unbeliebter

"Wir haben schon seit Beginn der Pandemie Probleme, Mitarbeitende zu finden, die zu Schichtdienst bereit sind. Das ist vor allem in der Küche der Fall. Immer weniger Menschen wollen zudem am Wochenende arbeiten", so die Erfahrungen des Gaststättenleiters Matthias Schramm. "Aus dieser misslichen Lage ist die Idee entstanden." Der Gewinn einer neuen Kraft stehe nicht im Verhältnis zu den verschenkten Bieren. "Das bezahlen wir gerne." Eine Anstellung über eine Leiharbeitsfirma wäre finanziell belastender, fügt er hinzu.

Momentan arbeiteten inklusive Aushilfen 15 Personen in der Küche. Ihre neue Kollegin oder der neue Kollege sollte einfach gerne mitanpacken und Spaß an Arbeit in der Küche haben. Flexible Arbeitszeiten nach Absprachen und eine überdurchschnittlich gute Bezahlung seien mit inbegriffen.

Bewerbungen sind an die Mailadresse bewerbung@schlenkerla.de mit Namen und Kontakt des Vermittlers oder der Vermittlerin zu richten. "Nach erfolgreich bestandener Probezeit gibt es dann von uns 100 Seidla-Gutscheine auf die Hand", schreibt das Team auf Facebook. "Wir suchen auch händeringend Personal an der Theke und im Service", macht Schramm außerdem deutlich.

"Schlenkerla" lässt Probleme Gäste nicht spüren

Noch merke der Gast die Auswirkungen des Personalmangels nicht. Das Bamberger "Schlenkerla" sei ohnehin bekannt für schnelle Küche mit einer Wartezeit von zehn bis 15 Minuten und auch die Öffnungszeiten könnten noch bestehen bleiben, erklärt der Gaststättenleiter. 

Auch interessant: Mitte Juni hat inFranken.de über das Bamberger "Bierhaus" berichtet. Seit Anfang Mai gibt es hier selbstgebrautes Bier und fränkische Spezialitäten.