• Neue Doppelstockzüge der Deutschen Bahn werden ab 2023 in Franken eingesetzt
  • Strecken Nürnberg-Bamberg-Würzburg und Bamberg-Kronach unter anderem beteiligt
  • Acht Züge erreichen 190 Kilometer pro Stunde
  • Weitere Ausbaupläne für 2024

Die Deutsche Bahn hat sich am Mittwoch (17. November 2021) mit einer Nachricht an die Nutzer des fränkischen Zugverkehrs gewandt. Ab Ende 2021 soll es 26 neue zweistöckige Züge mit mehr Platz geben. Insgesamt 57 Züge sind für die Netze Franken-Südthüringen und Donau-Isar vorgesehen.

Franken bekommt ab 2023 neue Doppelstockzüge - acht sind besonders schnell

Die neuen Züge sollen auf folgenden Strecken im Netz Franken-Thüringen zum Einsatz kommen:

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  • RE 20 Nürnberg – Bamberg – Würzburg
  • RE 42 Nürnberg – Bamberg – Lichtenfels – Saalfeld
  • RE 49 Nürnberg – Bamberg – Lichtenfels – Coburg – Sonneberg
  • RB 25 Bamberg – Kronach

Siemens stellt die Züge her und teilte mit, dass 18 vierteilige Desiro-HC-Züge mit 760 Sitzplätzen ab 2023 fahren werden, ab Juni 2024 kommen acht Sechsteiler mit 634 Plätzen hinzu. Diese seien fast genauso schnell wie der ICE, zum Beispiel zwischen Bamberg-Coburg-Erfurt, oder auf der Strecke Nürnberg-Sonneberg-Erfurt mit 190 Kilometer pro Stunde. Die Linie führt über die Schnellfahrstrecke Berlin-München und ist laut Siemens mit modernster Technik ausgestattet. "Ich will nicht angeben, aber das ist schon ganz schneller Nahverkehr, den wir da vorhaben", sagte Hansrüdiger Fritz, der Leiter der Regionalleitung bei DB Regio Bayern.

Deutsche Bahn und Siemens verspricht mehr Komfort und Klimafreundlichkeit

Der Deutschen Bahn sei es in Zusammenarbeit mit Siemens wichtig gewesen, den Komfort der Bahnreisenden zu verbessern und gleichzeitig klimafreundliche Mobilität zu stärken. So bieten die Züge Klimatisierung und Steckdosen an den Plätzen. Mit den zusätzlichen Zügen werde in dem stark genutzten Abschnitt Nürnberg–Bamberg deutlich die Kapazität gesteigert: So stünden ab 2024 je Zugfahrt bis zu 200 Sitzplätze mehr zur Verfügung, verkündete Fritz. Was die Fahrgäste vermutlich auch freuen wird: Bestehende Taktlücken werden demnach geschlossen und das Taktangebot teilweise verdichtet.

"Auch die Regionalexpress-Linie Nürnberg–Bamberg–Coburg–Sonneberg über die Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt fährt künftig doppelt so häufig: Die Region Coburg wird dadurch im Stundentakt schnell mit Bamberg, Erlangen und Nürnberg verbunden. Dazu werden fünf Zugpaare über Coburg hinaus in Richtung Erfurt verlängert", schreibt die Siemens Mobility AG.

Ab Dezember 2024 sollen dann 31 neue Fahrzeuge im Netz Donau-Isar starten, teilt Siemens mit. Darunter seien laut Siemens die Linie RE 3 München–Landshut–Plattling–Passau und bis zur Eröffnung der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München auf der RB 33 (München)–Freising–Moosburg–Landshut sowie der Flughafenexpress RE 22 München Flughafen Terminal–Landshut–Regensburg  vorgesehen. Ein dichterer Takt soll sich zwischen München und Regensburg beziehungsweise Plattling ergeben. Die Doppelstockzüge seien für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste barrierefrei ausgestattet, ein Hublift für Rollstuhlfahrer befinde sich an Bord. Eine weitere Verbesserung: Zu den Stoßzeiten stehen auf der Strecke München–Passau beziehungsweide der Abschnitt München–Landshut künftig rund 300 Plätze pro Zug mehr zur Verfügung, teilt Siemens mit.