• Bamberger Landrat hofft auf schnelle Öffnung aller Schulen und Kitas
  • Impfstruktur ist geschaffen: "Wir haben einfach nicht genügend Material!"
  • Johann Kalb (CSU) fordert Lockerungen im Einzelhandel
  • Corona-Zahlen niedrig halten - "Das ist und bleibt das A und O"

Direkt nach der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel meldet sich der Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU) mit seinen Einschätzungen zu Wort. Gegenüber inFranken.de erläutert er seine größte Sorge: "Die Kinder brauchen ihre sozialen Kontakte." Die Öffnung der Schulen und Kitas sei das wichtigste Thema überhaupt gewesen. Es sei ein "gesamtgesellschaftliches Problem, weil ja die ganzen Familien dranhängen", so Kalb. "Und Schule ist ja nicht nur Lernen - Schule ist auch gemeinsames Miteinander."

Wichtige Punkte für Landrat: Impfplan für Bamberg und kleine Geschäfte

Am Freitagvormittag (19. Februar 2021) schalteten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Jens Spahn mit den bayerischen Landräten und Oberbürgermeistern in einer Videokonferenz zusammen. Kalb ist mit dem Gespräch zufrieden: "Es zeigte sich das gleiche Stimmungsbild, wie man es in der Bevölkerung findet. Wir konnten unsere Sorgen loswerden und man war sich einig, dass es viele Probleme zu lösen gibt." 

Der Bamberger Landrat pocht auf Änderungen in der Politik: "Der Einzelhandel muss endlich wieder aufmachen. Wenn wir so weiter machen, gibt es die ganzen Unternehmen nicht mehr", erklärt er. Als Beispiel nennt er den Discounter Real: Dort seien mittlerweile wieder unzählige Waren verfügbar. "Die verkaufen Blumen und Bücher - der kleine Blumenhändler und Buchhändler bleiben aber geschlossen. Es ist einfach nicht mehr nachvollziehbar." Der Landrat fühlt sich von Bundeskanzlerin Merkel gehört. Anfang März werde neu entschieden - ausschlaggebend bleibe jedoch nach wie vor die Inzidenz.

Ein weiteres wichtiges Thema sei der Impfplan gewesen. "Das Ziel muss sein, dass der Impfstoff beim Hausarzt landet", so Kalb. Es sei jedoch nicht genügend Material vorhanden. Die Kommunen seien aufgefordert, Impfstrukturen zu schaffen. Darum habe man sich in Bamberg bereits gekümmert. "Im Impfzentrum in der Brose-Arena verimpfen wir aktuell alles, was wir haben." Wenn genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, beginne man auch in Ortschaften rund um Bamberg Impfstationen einzurichten. Beispielsweise könne dann im Testzentrum Scheßlitz die umliegende Bevölkerung geimpft werden.

Angst vor der dritten Welle: "Die gilt es zu verhindern!"

In der Konferenz wurde auch die Angst vor einer dritten Welle angesprochen. Die Politiker waren sich einig: "Die gilt es eben, zu verhindern", so Kalb. Die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Infektionswelle gehe Richtung Herbst. Bis dahin sei es das Ziel der Bundeskanzlerin, eine Herdenimmunität zu erreichen, erklärt der Landrat. Aktuell gelte jedoch nach wie vor: "Abstandsregeln, Hygieneregeln und Maske tragen: Das ist und bleibt das A und O." Man müsse die Inzidenzen niedrig halten, um den Forderungen für den Einzelhandel und die Schulen gerecht zu werden. Dann könne man auch in anderen Bereichen lockern - "das sieht jetzt auch der Ministerpräsident ein."

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"Die 7-Tage-Inzidenz bleibt weiterhin ausschlaggebend", erklärt Kalb. Die Inzidenzwert-Grenze von 100 sei aktuell vor allem für Schulen, Kitas und die Ausgangssperre relevant. Eine Inzidenz von 35 sei jedoch der Zielgrenzwert, nachdem man sich dann richten wolle. "Damit eine erneute, schnelle Steigerung der Corona-Zahlen eher ausgeschlossen ist - und die Krankenhäuser und Gesundheitsämter entlastet sind."

Aktuell werde außerdem das Anmeldeprogramm zur Impfung optimiert. "Da gab es bisher einige Schwierigkeiten", so Kalb. Das Programm sei nur auf einen bestimmten Impfstoff ausgerichtet gewesen. "Außerdem gab es viele Mehrfacheintragungen." Man arbeite jedoch daran. "In den nächsten zwei bis drei Wochen werden die Fehler im Programm jedoch behoben sein."

 

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