Vor nur wenigen Tagen haben sich viele helfende Vereinsmitglieder und die Gartengruppe an einem frischen und eher nebligen Samstagmorgen in der Gärtnerstadt zusammengetan, um im Freilichtbereich des Gärtner- und Häckermuseums alles für den bevorstehenden Winter vorzubereiten. Es wurde fleißig geschnitten, gegraben und gefräst, bis der Garten „abgeräumt“ und somit das Museum für die kalte Jahreszeit gut gerüstet war. Damit befinde sich das beliebte Museum nun offiziell in der Winterpause, wie die Stadt Bamberg erklärt.

Über 11.000 Gäste aus Nah und Fern besuchten dieses Jahr das historische Gärtnerhaus, darunter auch viele Personen der Metropolregion Nürnberg, die durch die Aktion „VGN-Sommer 2022“ des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg Einblicke in das Bamberger Welterbe und besonderes in die Gärtnerstadt erhalten haben. Auch die Museumsführungen waren „nach Corona“ wieder sehr gefragt, darunter auch viele Schulklassen. Eine Bilanz die sich sehen lassen kann, so kann 2022 für das Museum erfolgreich abgeschlossen werden.

Ab dem 21. April 2023 öffnet das Gärtner- und Häckermuseum wieder die Türen für seine Gäste und wird in eine neue Saison starten. Das Museum wird zu den üblichen Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Zusätzlich wird es auch an folgenden Montagen geöffnet haben: 1. Mai (Tag der Arbeit), 29. Mai (Pfingstmontag), 2. Oktober und 30. Oktober. Mehr Informationen auch unter www.ghm-bamberg.de.

Der Verein Gärtner- und Häckermuseum kann dieses Jahr aber auch weitere Erfolge verbuchen, denn neben dem gelungenen Museumsbetrieb konnte auch die dringend notwendige Sanierung der vom Verein betreuten Sebastianikapelle umgesetzt werden. Einzig die Figur des Heiligen Sebastians, die sich normalerweise an der Fassade der kleinen Kapelle befindet, ist aktuell noch beim Restaurator. „Unser ausdrücklicher Dank gilt neben unserem Museumsteam, das wieder hervorragende Arbeit geleistet hat, in diesem Jahr auch der Stadt Bamberg und unseren Fördergebern für ihre Unterstützung bei der Sanierung unserer geliebten Kapelle. Hierfür unser herzliches Vergelt's Gott.“ bedankt sich Andreas Dechant, Vorsitzender des Vereins Gärtner- und Häckermuseums bei allen Beteiligten. Trotz aller Unterstützung muss der Verein aber dennoch einen nicht unerheblichen Teil selbst tragen und ist deshalb ebenso dankbar, dass neben Spenden der Vereinsmitglieder die Firma Gerüstbau Poser kostenfrei das erforderliche Gerüst gestellt und, dass das Architekturbüro Dietz die Kostenermittlung übernommen hat.

Info

Als einziges Museum in Süddeutschland bietet das Gärtner- und Häckermuseum Bamberg Informationen rund um das gewerbliche innerstädtische Arbeiten und Leben der Gemüse- und Weingärtner, ihrer Kultur und Geschichte. Die Altstadt von Bamberg gehört seit 1993 zum UNESCO-Welterbe. Einen Teil des Welterbegebiets bildet der Siedlungsbereich der Gärtnerstadt. Noch heute sind dort typische mittelalterliche Gärtnerhäuser zusammen mit den historischen Anbauflächen erhalten. Zudem wird der Innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg seit 2016 auf der deutschen Liste des Immateriellen Kulturerbes geführt.