Stadtrat Christian Hader, der die zweite Ausgabe dieses Jahres von „Bamberg on Tour“ stellvertretend für Oberbürgermeister Andreas Starke begleitet, erinnert daran, dass der Stadt nachgesagt werde, „Weltmeister darin zu sein, Städtebaufördermittel zu akquirieren“. Dies Fähigkeit werde auch in Zukunft für viele Maßnahmen gebraucht, wobei Hader explizit die geplanten „Umbaumaßnahmen in der Langen Straße“ nannte, mit denen die Aufenthaltsqualität dort erhöht werden soll.
Die zweite Station führte die Teilnehmer:innen zur teuersten und höchstgelegenen Baustelle der Stadt. Am Michaelsberg fließen aktuell 80 Millionen Euro in die Generalsanierung der ehemaligen Klosterkirche und deren Außenanlagen.
Auch hier berichtet Finanzreferent Felix detailreich vom Stand der Arbeiten insbesondere von der Kunstfertigkeit der hier tätigen Steinmetz-Meister und stellt die Wiederöffnung der Kirche im Jahr 2025 in Aussicht.
Am Ende muss er sich selbst bremsen („Ich könnte ihnen Stunden und Tage über diese Baustelle etwas erzählen“), schließt dafür aber den Gästen unerwartet ein besonderes Tor auf: das Tor in den Garten der Villa Schröppel. Für das Gebäude wird aktuell ein Mieter gesucht.
„Die Villa gehört der Bürgerspitalstiftung, deren Vermögen von der Stadt treuhänderisch verwaltet wird. Wir sind also gezwungen, hier einen guten Mietpreis für den Erhalt der Stiftung zu erzielen“, erklärt Felix den Zuhörer:innen, die über die Pracht der Immobilie staunen. „Dass wir in diesen Garten schauen konnten, fand ich extrem spannend“, sagt dann auch Teilnehmerin Claudia Popp.
Wolf Strecker, ehemals Professor am Klinikum, sieht hier wieder einen Beweis für seine Aussage, dass „Bamberg kulturelle Juwelen zuhauf hat“. Er bedauert, dass in der Bevölkerung der Stolz hierauf fehle, vermutlich aus Unkenntnis.
Das dürfte wohl besonders für die letzten beiden Stationen gelten. Vor der ehemaligen Jugendherberge Wolfsschlucht berichtet Silke Leikheim vom Immobilienmanagement, wie das Haus am linken Regnitzarm vor wenigen Jahren für vier Millionen Euro zu einem erlebnispädagogischen Kompetenzzentrum umgebaut wurde.
Zum Abschluss erhalten die Radler:innen noch einen Einblick in ein Projekt, das kurz vor dem Startschuss steht: den Austausch der Wärmetechnik für einen dann CO2 freien Beckenbetrieb sowie den Ersatzneubau beim WSV Neptun.
Vorsitzender Horst Schubert und Schwimmwart Jürgen Bruhn berichten, wie es in wenigen Wochen mit den Bauarbeiten losgehen soll und dass die Fertigstellung bereits für Herbst 2023 geplant ist. „Auch hier haben wir exklusive Einblicke
bekommen in Orte, wo man sonst nicht reinkommt“, freut sich Claudia Popp und hat sich den nächsten Termin für „Bamberg on Tour“ schon notiert: Am Sonntag, 19. Juni, steht die dritte Auflage 2022 an. Das Motto lautet dann „125 Jahre ÖPNV“.
Wer sich einen Überblick über einen Teil der Projekte verschaffen möchte, die seit 1971 mit insgesamt über 130 Millionen Euro in der Stadt Bamberg mit Städtebaufördermitteln umgesetzt wurden, kann dies im Internet auf der Seite www.stadt.bamberg.de/städtebaufördermaßnahmen tun.
Auf der interaktiven Karte können sich Bürger:innen über abgeschlossene sowie noch aktuelle Städtebaufördermaßnahmen informieren. Zu jedem Projekt gibt es einen Steckbrief mit den wichtigsten Punkten.