• Permanent geschlossen? Bamberger Bowl-Restaurant "Butze" widerspricht kursierenden Gerüchten
  • Zentrales Standbein Nachtgastronomie fiel durch die Corona-Pandemie weg
  • Hoffnung liegt auf Lockerungen ab März 2022
  • Betreiber über Zukunft der "Butze": "Sind in freudiger Erwartung"

Im Sommer 2020 öffnete Alexander Schimkus das Bowl- und Wrap-Restaurant "Butze" in der Lange Straße 3, Bamberg. Eigentlich wollte Schimkus hier vor allem Nachtschwärmer*innen eine Alternative zu Döner und Pizza bieten, doch die Pandemie machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Seit November 2021 ist die "Butze" geschlossen und Gerüchte kursieren, dass das für immer so bleiben soll. Wie sieht die Zukunft der "Butze" nun aus? 

"Butze" in Bamberg leidet unter Pandemie: "Mussten neues Konzept fahren"

Im Sommer 2019 versorgte Schimkus in den Räumlichkeiten bereits zu später Stunde vom Imbissfenster aus Gäste der Sandkerwa. Unter dem Namen "Butze" sei es dann im Sommer 2020 losgegangen, erklärt der 48-Jährige inFranken.de. Es sollten dann aber, wie für die meisten Gastronomen, herausfordernde Monate folgen. "Eigentlich war die 'Butze' hauptsächlich für die Nachtgastronomie gedacht. Doch seit der Übernahme war die Nachtgastronomie mehr oder weniger geschlossen. Daraufhin mussten wir ein neues Konzept fahren - mit dem Verkauf von Bowls tagsüber."

Schimkus entwickle die Bowls selbst, verwende Wildreis, viel Gemüse, vegane Saucen und achte mit Mehrweggeschirr auf Nachhaltigkeit. "Wir versorgen sehr gerne Berufstätige in ihrer Mittagspause mit gesundem, preiswerten Essen. Das hat auch gut funktioniert und wir haben Stammpublikum gewonnen", so der Gastronom. Eine weitere Idee sei ein Lieferdienst gewesen, der sehr gut angenommen worden sei. Doch es sei noch eine Zeit des Aufbaus für das Restaurant gewesen und die Nachtgastronomie sei der Hauptfokus geblieben.

"In den vergangenen Monaten hatten wir zwischendrin mal zu gemacht, weil sich die Vorgaben immer wieder änderten. Mit den Lockerungen hatten wir dann wieder geöffnet", erinnert sich Schimkus, der auch den "Einhornskeller" und den "Mojow-Club" betreibt und 2020 das Hotel "Bergschlösschen" mit zwei Partnern übernommen hat.

"Butze" seit November 2021 geschlossen - "Uns blutet das Herz"

Am 26. November wandte sich das Team der "Butze" mit einem Post an die Öffentlichkeit: "Hallo liebe Fans, leider können wir unter den derzeitigen Umständen unseren Betrieb nicht wie gewünscht aufrechterhalten. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir müssen die Butze vorerst wieder schließen.

Schimkus habe sich aus wirtschaftlichen Gründen für die vorübergehende Schließung entschieden und, um keine weiteren Verwirrungen zu stiften. Er bekäme viele Anfragen von seiner Kundschaft, wann die "Butze" wieder öffnet. Mit Bedauern sagt er im Gespräch mit inFranken.de: "Es blutet uns das Herz, dass wir momentan nicht geöffnet haben. Wir müssen uns erst einmal neu sortieren und können noch nicht genau sagen, wie es weiter geht."

Schimkus erwarte eine positive Wendung durch weitere Entschärfungen für die Gastronomie im März. "Wenn wir die Bamberger 'Butze' wieder öffnen, bleibt sie wirklich geöffnet. Im Moment sind wir eigentlich in freudiger Erwartung darauf."