Nachdem die Freibadsaison überall in der Region beendet ist, ziehen die Betreiber ihr Resümee. Die Zahlen sind besser als gedacht.
Anfang des Sommers wuchs Tag für Tag die Verärgerung über das schlechte Wetter. Umso größer war die Freude dann über den schönen Spätsommer im September. Nicht nur Sonnenanbeter freuten sich, auch die Stadtwerke
Bamberg und die Betreiber der Freibäder im Landkreis verbuchten am Ende mehr Einnahmen durch zusätzliche Besucher und glichen die träge Sommersaison durch das große Finale noch aus.
Zahlen besser als gedacht
Die Stadtwerke verzeichneten laut Pressesprecher Jan Giersberg diesen Sommer rund 132 000 Besucher in den drei Bamberger Freibädern. Meistbesucht mit 59 000 Menschen war wieder das Stadionbad, das nun Bambados-Freibad heißt, gefolgt von der Hainbadestelle mit 42 000 und dem Schlusslicht Gaustadt mit 31 000 Badegästen. Insgesamt sind es fast 57 000 weniger Besucher als im Vorjahr. Allerdings lagen die Besucherzahlen im vergangenen Sommer auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Zum Glück für die Stadtwerke brachte der "goldene Spätsommer" 20 000 weitere Besucher in die drei Freibäder. Das sei laut Giersberg ein Rekordwert.
Das schöne Septemberwetter rettete vielen Bädern die Sommerbilanz. So auch dem Hallstadter Freibad. Stadtkämmerer Markus Pflaum ist einigermaßen zufrieden mit den insgesamt etwa 90 000 Badegästen, was im unteren Bereich des Durchschnitts liege. Für Hallstadt gilt das Gleiche, was Bademeister Werner Stark über das Scheßlitzer Freibad sagt: "Der Anfang war wirklich bescheiden. Aber der Schluss war hervorragend, der hat die Zahlen gerettet." Stark schätzt, dass 40 000 Besucher nach Scheßlitz gekommen sind. Weniger zufrieden sind die Zapfendorfer mit ihrem "Aquarena". Geschätzte 20 000 Gäste soll das Freibad heuer weniger gehabt haben. Das soll aber nicht nur am durchwachsenen Wetter gelegen haben, sondern auch an der schlechteren Bahnanbindung wegen der ICE-Baustelle.
Nahezu identische Zahlen
Kaum verändert haben sich die Zahlen des Aquasana-Naturbads in Ebrach dank eines guten Endspurts. Zufrieden gibt sich auch Wilhelm Brückner, der Betriebsleiter der Frankenlagune Hirschaid, das zwar kein Freibad ist, aber dank seines Außenbereichs auch im Sommer besucht wird. Die Gästezahlen waren mit 15 500 im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch.
Das Freibad in Aschbach hatte dieses Jahr nach einer Sanierung das erste Mal seit vier Jahren geöffnet. Etwa 7 800 Besucher zählte der Schlüsselfelder Bürgermeister Johannes Krapp: "Wenn man das Wetter in Betracht zieht, sind die Zahlen in Ordnung. Im August und September lief es definitiv besser als von Mai bis Juni."
Dauergäste waren unzufrieden
Nachdem die Stadtwerke verkündet hatten, dass die Jahreskarte ab diesem Jahr abgeschafft wird, waren einige Dauergäste sehr unzufrieden. Ob sich das auf die Zahlen in den Bamberger Freibädern ausgewirkt hat, erklärte Jan Giersberg: "Wir wissen, dass einige Dauerkartenbesitzer aus Protest über die Abschaffung dieser günstigen Möglichkeit des Freibadbesuchs in andere Bäder gewechselt sind. In der Besucherstatistik sind die Auswirkungen aber marginal, größten Einfluss auf die Besucherzahlen hatte das Wetter. Eine Auswertung unserer Kassenstatistik zeigt zudem, dass die meisten ehemaligen Dauerkartenbesitzer auf die Geldwertkarte gewechselt sind".
Tatsächlich erklären die Betreiber und Bademeister der befragten Bäder, dass es bei den Saisontickets kaum Veränderungen zum Vorjahr gegeben habe. Lediglich in Hallstadt wurden minimal mehr Jahreskarten verkauft.
Schwimmen im Hallenbad
Der Freibadsommer ist vorüber, jetzt geht es unters Dach zum Schwimmen. Folgende Hallenbäder in und um Bamberg können besucht werden:
Bambados Bamberg: Mo. - Fr. 8-22 Uhr ganzes Bad, 50 Meter Becken bereits ab 6.30 Uhr; Sa. - So. 7-22 Uhr
Frankenlagune Hirschaid: Mo. - Fr. 12-21 Uhr, Sa. 13-21 Uhr, So. 10-21 Uhr
Hallenbad Baunach: Mo, Di, Do, Fr, 18-21 Uhr, Mi Ruhetag, Sa 14-17 Uhr, So 9-12 Uhr
Hallenbad Bischberg: Mo, Mi, Do, Fr, 15-21 Uhr, Di 15-20.30 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 9-12 Uhr, 30.09. geschlossen
Hallenbad Burgebrach: Mo - Mi 16.30-21 Uhr, Do 16.30-21.30 Uhr, Fr 14.30-19.30, Sa 14-18 Uhr, So 10-12 Uhr