Ein 15-Jähriger ist nach einem Badeunfall am Breitengüßbacher Baggersee im Krankenhaus gestorben. Auf Antrag der Staatsanwaltscahft Bamberg erfolgte im Institut für Rechtsmedizin in Erlangen die Obduktion.

Über Einzelheiten zum Unglück am vergangenen Donnerstag gegen 19.45 Uhr berichtet Stephan Griebel, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Bamberg: "Zufällig waren der technische Leiter der BRK-Wasserwacht, Ortsgruppe Breitengüßbach, Christian Nowak, und seine Freundin vor Ort."


Die Lage sofort erkannt

Zwei junge Männer seien vom Badesteg ins Wasser gesprungen, als einer plötzlich panisch geschrien habe. "Daraufhin sind Christian Nowak und seine Freundin zum Steg gerannt. Sie erkannten die Lage sofort. Einer der jungen Männer ist untergegangen und tauchte nicht mehr auf. Der ausgebildete Rettungsschwimmer sprang unverzüglich ins Wasser und rettete den untergegangenen Jugendlichen aus rund 3,5 Meter Tiefe an die Wasseroberfläche.

Zwei Passanten halfen dabei, den Verunglückten an Land zu bringen. Währenddessen wurde der Notruf über die Telefonnummer 112 abgesetzt. Der Gerettete konnte medizinisch durch Ersthelfer versorgt werden und wurde dann an die Besatzung des Rettungswagens übergeben."


Todesursache steht fest

Wie die Polizei am Mittwochabend in einer Pressemiteilung mitteilte ist die Obduktion abgeschlossen. Rechtsmedizinische Untersuchungen ergaben jetzt, dass der Junge ertrunken ist.


"Reiner Zufall"

Stephan Griebel hatte vom Tod des 15-Jährigen bisher noch nicht erfahren. "Das ist tragisch. Es war wirklich reiner Zufall, dass jemand zur Stelle war, der genau wusste, was zu tun ist. Genau zu dieser Zeit. Und dass es Helfer gab, die die Retter unterstützt haben. Bei denen bedanken wir uns ganz besonders."

Am Breitengüßbacher Baggersee gibt es eine Station der Wasserwacht, die ehrenamtlich aber nur an Tagen mit hohem Badebetrieb besetzt ist.