Stadtrat Peter Will meinte "das Hallenbad wurde mit einer fadenscheinigen Begründung geschlossen" und erinnerte an die Entscheidung des Stadtrates, den Sportfreunden Althausen das Sportheim für einen Euro zu überlassen und an den Plan, auch dem Kleintierzuchtverein die Anlagen für ebenfalls einen Euro zu übertragen. Er fragt nun "warum geht das nicht mit dem Hallenbad?" Axel Knauff kritisierte ebenfalls, dass der Stadtrat dazu bisher nicht bereit sei und schlug "eine Lösung ähnlich der kürzlich gegründeten Energie-Genossenschaft" vor. Diese solle den Betrieb des Hallenbades übernehmen.

Das Bad sei entgegen anderslautenden Meldungen "in exzellentem Zustand und keineswegs einsturzgefährdet", hieß es. Deshalb sei auch keine aufwändige Generalsanierung notwendig, die die Gegner des Bades immer wieder als Argument ins Feld führten. Es reiche aus, jeweils das zu reparieren, was wirklich kaputt sei. Und deshalb sei es auch nicht zu vertreten, ein an sich intaktes Hallenbad abzureißen, nur weil die Stadt kein Geld mehr aufbringen wolle oder könne, es in Eigenregie zu betreiben. Das Hallenbad habe auch heute noch einen Wert, ein Abriss bedeute "Vernichtung von Volksvermögen".

Die entscheidende Frage

Christine Müller stellte schließlich die entscheidende Frage: "Wie retten wir das Hallenbad?" Die Plattform dafür müsse vergrößert werden, meinte dazu Hartmut Hessel, und dazu könne auch die SPD mithelfen. Weitere gesellschaftliche Gruppen müssten für den Erhalt des Bades interessiert und Vereine und Gruppen wie das Rote Kreuz, der TSV, Aquajogging beteiligt werden. Peter Will betonte, es müsse so schnell wie möglich ein tragfähiges Konzept für eine Genossenschaft entwickelt und diese dann gegründet werden. Diese Genossenschaft müsse anschließend einen neuen Antrag an die Stadt stellen. Auch der jetzige Bürgerbad-Verein könne weiter eine wichtige Funktion als Förderverein für das Bad haben, darüber waren sich die Teilnehmer einig.

"In den Ortsteilen wird extrem gegen das Hallenbad polemisiert" hieß es, das Hallenbad werde unter Umständen eine wichtige Rolle im Kommunalwahlkampf spielen. "Der Antrag auf Abriss des Hallenbades wird im nächsten halben Jahr im Stadtrat kommen, und er wird dort eine Mehrheit finden", fürchtet Peter Will.

"Keine Angst vor einem Bürgerbegehren" meinte dazu Hartmut Hessel. Die Chancen, das Bad damit zu retten, seien durchaus gegeben. Eugen Schmitt will das Thema "Hallenbad" in der nächsten Bürgerversammlung anschneiden "und den Bürgermeister fragen, wie es weitergeht."