Knapp 50 Personen kann die Wasserwachtortsgruppe Bad Kissingen für die Wasserrettung aufbieten. Unter ihnen sind neun ausgebildete Bootsführer, vier Taucher, 31 Wasserretter sowie 43 im Sanitätsdienst ausgebildete Freiwillige. Sie gehörn zu den 236 Mitgliedern der Ortsgruppe.
Dies seien zwar neun Mitglieder weniger als im Vorjahr, aber "durch Umstellung auf eine neue EDV haben wir jetzt keine Karteileichen mehr", so Vorsitzender Stefan Kuhn bei der
Jahreshauptversammlung. Über 1236 Stunden haben die Wasserretter in Aus- und Fortbildung investiert, sagte Technischer Leiter Alexander Knaab und berichtete, dass die Taucher und Bootsführer 2014 zu insgesamt sechs Erstfalleinsätzen gerufen wurden. Meist handelte es sich um Leichenbergungen, oder es wurde in den Gewässern nach vermissten Personen gesucht.

Aktive Gruppe, rundherum gut

Diese Einsätze erstreckten sich meist längs der Saale zwischen Hammelburg und Mellrichstadt, aber selbst im Rosengarten mussten die Retter im vergangen Jahr aktiv werden. "Ich sehe eine aktive Ortsgruppe mit gutem Personal und guten Ergebnissen", konstatierten der Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Thomas Stadler und Stadtrat Thomas Menz. Die Stadt wisse, so Menz, was sie an den ehrenamtlichen Einsatzkräften habe, leisten sie doch einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Stadt.
Auch der von der Wasserwacht gehaltene Schwimmkurs falle darunter, ein Satz, dem auch Polizeihauptkommissar Lothar Manger voll zustimmte. So seien die jungen Frei-Schwimmer nicht nur die Retter von morgen, sondern es werde ihnen sogar der Einstieg ins Berufsleben, zumindest bei der Polizei, erleichert. Denn: "Bei der Polizei muss jeder fit sein und schwimmen können". Und je mehr Wasserwacht und andere Rettungsorganisationen bei Großveranstaltungen tätig werden, desto weniger müsse die Polizei eingreifen.
Stadtbrandinspektor Michael Wolf nahm in seinen Worten dieses Argument auf und stellte klar, dass dies alles zum Wohl der Bürger geschehe, damit diese sich in sicheren Händen fühlen. Mit dazu beitragen würde auch der vermutlich in Bayern einzigartige BOS-Stammtisch. Ein Stammtisch, an dem sich mehrmals im Jahr Mitarbeiter und Angehörige von "Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" zur lockeren Runde treffen würden, erklärte Kuhn.

Viele langjährige aktive Helfer

Zur Ehrung langjähriger Vereinsmitgliedschaft waren zahlreiche Mitglieder vorgesehen, allerdings ließ sich ein Großteil entschuldigen. 20 Jahre bei der Wasserwachtortsgruppe Bad Kissingen sind: Bärbel Kuhn und Robert Weber. 25 Jahre Steffen Beck, Bohatsch Horst, Jochen Hartmann, Günther Immler und Klaus Wolf. 30 Jahre und gleichzeitig auch 30 aktive Dienstjahre können Angelika und Karl-Heinz Welter nachweisen und wurden dafür besonders geehrt. 35 Jahre: Ingeborg Kolb, Sonja Reuß, Marlies Thunig und Ralf Treubig; 45 Jahre Siegfried Sandner; 55 Jahre Hans Thunig. Er war lange Zeit aktiver Rettungsschwimmer und Taucher, so dass er neben seiner Vereinsmitgliedschaft auch für 55 freiwillige aktive Dienstjahre geehrt werden sollte. Wegen einer anderen privaten Verpflichtung konnte er aber an der diesjährigen Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen.