"Weihnachtsspenden" sind für die Bad Kissinger "Rehaklinik Am Kurpark" schon seit sieben Jahren fast eine Selbstverständlichkeit. Bislang seien dies aber immer Geldspenden gewesen, die medizinischen oder sozialen Einrichtungen zu Gute kamen, so Holger Metz Kaufmännischer Leiter der Einrichtung. In diesem Jahr wolle man auf Sachspenden umsteigen und so habe man für Unterfrankens Asylbewerber Wäschepakete gepackt.


Handtücher und Bettwäsche

So erhielt stellvertretend für die Kissinger Einrichtungen Emil Müller, der zur Zeit Thomas Bold als Landrat vertritt, jeweils 1000 Hand- und Badetücher. 550 Garnituren Bettwäsche, bestehend aus Laken, Kopfkissen und Bettbezug, konnte leitender Regierungsdirektor Thomas Weingart mit nach Würzburg nehmen, um sie auf andere Flüchtlingsunterkünfte zu verteilen. Weingart ist an der Regierung von Unterfranken für das Sachgebiet 14, Flüchtlingsbetreuung und Integrationfür ganz Unterfranken zuständig.
Wie seitens der Rehaklinik Am Kurpark verlautete, war die neutral gehaltene Wäsche bis zum 31. Juli in der Einrichtung in Verwendung. Durch eine Veränderung in der externen Wäscherei wurde diese in gutem bis sehr gutem Zustand befindliche Wäsche nun frei, nochmals gewaschen und portionsweise eingeschweißt, so dass insgesamt elf große Palettenwagen zusammenkamen, die nun bei einer kleinen Zusammenkunft zwischen Vertreternn der Rehaklinik, Kissinger Landratsamt und Regierung von Unterfranken übergeben wurden.
Stellvertretender Landrat Emil Müller betonte in seinen Dankesworten, dass diese Spende nicht nur ein Stück Entlastung für Landratsamt und Steuerzahler bedeute, sondern er hob vor allem die Signalwirkung dieser Sachspende hervor. "Es ist eine große gesellschaftliche Aufgabe, die Flüchtlinge ideell und materiell zu unterstützen und einmal mehr zeigt sich hier in Bad Kissingen die gute Willkommenskultur und Akzeptanz die es zu erhalten gilt".
Auch Regierungsdirektor Weingart betonte, dass diese Geste der Sachspende Symbolwirkung habe. Und so freue er sich, dass die 2000 Frotteestücke in den beiden großen Kissinger Asylheimen und etlichen anderen kleinen Unterkünften einem guten Zweck zugeführt werden können.
"Bad Kissingen gibt ein gutes Beispiel für die Region", so der Leitende Regierungsdirektor, der auch nicht unerwähnt ließ, dass es gewisse Engpässe gebe, denn die zu uns gekommenen Menschen bräuchten Unterstützung.
Rund 15000 Asylbewerber habe Unterfranken bislang aufgenommen, dies seien dreimal so viele wie noch vor einem Jahr, erklärte der zuständige Beamte.