Eher durchwachsen. Der momentane 10. Platz ist nicht zufriedenstellend. Ich will auf jeden Fall wieder in die obere Tabellenhälfte. Die bisherigen Leistungen waren sehr schwankend. Mal gut, wie am Anfang der Saison beim 3:0-Sieg gegen Stangenroth oder das 2:2-Unentschieden gegen Schondra, mal schlecht wie die Niederlagen gegen Elfershausen (2:4) und Machtilshausen (0:9). Vielleicht fehlt teils die nötige Spannung aufgrund der Tabellensituation; aber eine Platzierung wie in der Vorsaison peilen wir schon an.
Wer wird Meister?
Mein Tipp ist Oberthulba. Die spielen den besten Fußball in der Liga.
Am Wochenende geht es gegen den FC Elfershausen. Mit einem Sieg könnt ihr in der Tabelle an ihnen vorbeiziehen. Das Hinspiel ging wie erwähnt mit 2:4 verloren. Was macht ihr diesmal besser?
Mehr Kampf. Mehr Leidenschaft. Mehr Engagement. Diese Tugenden haben wir im Hinspiel vermissen lassen. Es war eines unserer schlechtesten Spiele. Wenn wir Samstag so spielen wie die ersten 60 Minuten letztes Wochenende, sollte es mit dem ersten Dreier 2019 klappen.
In Thulba hast Du Höhen und Tiefen mitgemacht, viele Trainer kommen und gehen sehen. Gibt es den einen oder anderen von dem Du Dir was abgucken konntest?
Ja das waren Einige. Vor allem viele unterschiedliche Charaktere. Da nimmt man von jedem etwas mit. Zurückblickend ist mir Philipp Drilling in guter Erinnerung geblieben. Er war immer ruhig in seiner ganzen Art, auch wenn es mal hitziger wurde. Wie zuvor erwähnt, konnte ich von André und Vicky viel Hilfreiches aufschnappen, welches ich in Zukunft anwenden kann.
Haben sich die Trainingsinhalte im Vergleich zu früher geändert?
Aufgrund der unterschiedlichen Spielsysteme von früher und heute, sprich früher mit Libero und heute mit Kette, gibt es Änderungen, was das Training betrifft. Aber es gibt auch Parallelen in gewissen Bereichen, gerade was das Konditionstraining angeht. Gewichteschlitten und Medizinbälle sind immer noch Bestandteile der Trainingseinheiten. Wobei man mittlerweile viel Lauftraining mit dem Ball absolvieren kann, was den Spielern mehr Spaß macht.
Auf dem Platz hattest Du eine ganze Menge an Gegenspielern und Mitspielern gehabt. Wer war der unangenehmste Gegner und mit wem hast Du am liebsten gekickt?
Da fällt mir vor allem Matthias Kessler vom TSV Wollbach ein. Gegen ihn habe ich immer schlecht ausgesehen. Spielern mit denen ich gerne spielte, gibt es viele... Da kann ich die ganze BOL-Truppe von damals nennen. Das war ein geiler Haufen. André Betz spielt ja, falls er es einrichten kann, gelegentlich noch bei mir mit. Auch mit Rudi Muth spielte ich gerne. Er hat unserem Spiel die nötige Ruhe verliehen. Meine Truppe macht aber auch viel Spaß. Wir haben eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.
Es wird gemunkelt, es gäbe von Dir die eine oder andere Anekdote aus Mannschaftsabenden nach Spielerversammlungen am Donnerstag? Plauder doch mal... Bleibt man heute bei Euch noch länger sitzen oder leeren sich die Sportheime?
Wenn man so lange dabei ist, gibt es die ein oder andere Geschichte, die man erzählen kann. Es gibt sicher Abende an denen man länger sitzt. Ich bin aber der Meinung, dass es früher noch etwas anders war. Es gab Zeiten, da war das Sportheim nach Heimspielen proppenvoll und die Spielnachbetrachtung hat immer sehr, sehr lange gedauert (schmunzelt). Lange Sport-heimabende sind bei mir selten geworden, aber die Jungs lassen es regelmäßig nach Heimspielen krachen - hab ich gehört (lacht).
Du bist verheiratet und hast zwei Kinder. Wie bringst Du das Trainer-Dasein, Beruf und Familie unter einen Hut?
Ich habe einen Job in einem Planungsbüro in Bad Kissingen, der macht mir Spaß, das passt. Fußball ist mein Hobby, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Natürlich gibt es ab und an Diskussionen, aber meine Frau steht hinter mir; sonst könnte ich das nicht machen. Dafür bin ich ihr dankbar. Ich verbringe viel Zeit mit der Familie, da kann ich von Beruf und Fußball gut abschalten.
Wenn Du trotzdem mal Zeit hast...auf welchen Sportplätzen der Region würde man Dich sehen?
Seit zwei bis drei Jahren gehe ich selten auf Sportplätze. Ab und an schaue ich mir die Heimspiele unserer 1. Mannschaft an. Früher bin ich nach Fuscht oder Ramsthal gefahren, wenn es gegen interessante Gegner ging.
Eine Frage zum Spitznamen "Bommel". Wie entstand der?
Er ist auf die Comic-Serie "Otto`s Ottifanten" zurückzuführen. Der Vater von "Baby Bruno" hieß "Paul Bommel". Wir trafen uns als Jungs mal im Dorf und ich kam zu spät. Als Grund sagte ich, ich hätte im Fernsehen "Paul Bommel" fertig geschaut. So hatte ich diesen Namen weg.
Du hast vorgeschlagen, das Foto bei Dir daheim zu machen. Warum?
Bei meiner Familie zu sein, mit den Kids spielen, im Garten werkeln. Zu Hause fühle ich mich einfach am Wohlsten.