Aus dem Training heraus mal eben gewonnen, und das in überlegener Manier. Sven Starklauf ist der erste Sieger auf der neuen Dreiviertel-Marathonstrecke beim Saaletalmarathon des SV Ramsthal. Der 39-jährige Oberfranke von der DJK-SC Vorra benötigte für die fast 34 Kilometer mit 550 Höhenmetern gerade mal 2:17:54 Stunden.

Herr Starklauf, um sicher zu gehen: Sie heißen wirklich so und hatten sich nicht mit einem Spaßnamen

angemeldet?

Sven Starklauf: Ja, ich heiße wirklich so. Und bei mir in der Gegend ist der Name auch gar kein Thema. Aber klar, wenn man neu irgendwo ist, wird man schon desöfteren auf den Namen angesprochen. Der Name hat übrigens nichts damit zu tun, dass ich gerne und ambitioniert laufe.

Sie waren zum ersten Mal überhaupt beim Saaletalmarathon...

Richtig. Aktuell bereite ich mich auf einen Traillauf in Österreich vor. Die knapp über 30 Kilometer sind gespickt mit 3000 Höhenmetern. Mit am Start dort ist auch Felix Pfuhlmann, der in Ramsthal ja den Halbmarathon gewann Und zwar vor meinem Teamkollegen Matthias Flade, der mich am Telefon informiert hat, dass er dort läuft. Zwei Tage vor der Veranstaltung habe ich mich angemeldet.

Sie haben die Langdistanz mit großem Vorsprung gewonnen. Hatten Sie das erwartet?

Unter die Top-3 wollte ich schon laufen, zumal das Starterfeld ja nicht allzugroß war. Ich dachte, dass ich zunächst in einer Gruppe bin, um dann zu schauen, was möglich ist. Aber bereits nach dem ersten Anstieg war ich schnell alleine. Eigentlich hatte ich mich auf ein Duell mit Markus Siegler eingestellt, der musste aber leider kurzfristig absagen.

Wie gefiel Ihnen die Strecke?

Schön war, dass es gerade angesichts der hohen Temperaturen viel durch den Wald ging. Noch abwechslungsreicher hätte ich es gefunden, wenn die Strecke noch mehr über echte Waldwege als über Schotter geführt hätte. Die ein oder andere Abzweigung im Wald hätte mich jedenfalls gereizt.

Wie ist denn Ihr aktuelles Trainingspensum?

Um die Gelenke zu schonen, hole ich mir die Basiskondition eher auf dem Rad. Beim Laufen mache ich meist die speziellen Sachen wie Intervalle. Eigentlich komme ich vom Berglauf, bin früher vor allem die zehn Kilometer oder Halbmarathons gelaufen, bin aber auch mal einen Marathon in 2;39 Stunden gelaufen.

Und nächstes Jahr verteidigen Sie Ihren Titel in Ramsthal?

Wenn möglich, komme ich gerne wieder. Das hat mir schon sehr gefallen. Die Veranstaltung war familiär und mit viel Herzblut aufgezogen.