Wunder gibt es immer wieder. Im Fußball sowieso. Die Ballsport-Experten staunten an diesem Wochenende nicht schlecht, als sich im oberen Sinngrund die Kunde verbreitete, dass der SV Wildflecken und der SCK Oberwildflecken in Zukunft gemeinsame Sache machen. Jahrzehntelange hatten sich die Kreuzberg-Kircker aus Oberwildflecken, die sich selbst "Munanesen" nennen, sogar mit allerkleinstem Kader durchgeboxt. Wenn es eng wurde, dann schnürten 40-jährige Haudegen ohne zu Murren die Kickstiefel und brachten jede Saison irgendwie über die Runden. "Es war eine geile Zeit. Aber es geht nicht mehr", sagt SCK-Urgestein Georg Zurek. "Das ist natürlich ein emotionaler Moment, aber irgendwann muss man sich eingestehen, dass wir neue Wege gehen müssen."

Der SV Wildflecken hatte diese neuen Wege aufgrund extremer Personalnot bereits ausprobiert. Die Kooperation mit den Nachbarn aus Bischofsheim erwies sich allerdings überhaupt nicht als tragfähig.