Ersatzgeschwächte Rhöner stehen gegen FT Schweinfurt vor einer Herkulesaufgabe. Thulba und der FC 06 geben sich selbstbewusst. Mürscht will nur gewinnen.
SV Riedenberg - FT Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr) Es ist derzeit der Wurm drin beim SV Riedenberg (13./12). Die Mannschaft von Trainer Thorsten Seufert hat eine ganze Latte an verletzten Akteuren, weswegen man sich in der Liga schwer tut. In Krum dann der unglückliche Zusammenprall von Keeper Niklas Geppert mit einem gegnerischen Akteur kurz vor dem Ende, der im Nachgang zum Spielabbruch führte. Die Punkte werden weg sein, jedoch ist das wichtigste, dass sich der junge Torhüter nicht ernsthafter verletzte. Ausfallen wird er am Wochenende trotzdem. Und da gastiert am Riedenberger Sportgelände Tabellenführer FT Schweinfurt (1./28). Die "Turner" sind die Kanoniere der Liga mit 45 Toren. Thorsten Seufert hat eine Herkules-Aufgabe zu bewältigen, um die Truppe sportlich und mental einzustellen. "Wir müssen die Geschehnisse der letzten Woche aus den Köpfen bekommen und uns vollkommen auf das Spiel konzentrieren. Der Kader ist zwar arg dezimiert, jedoch werden wir alles versuchen, um dem Spitzenreiter Paroli zu bieten." Wollen die Riedenberger den Abwärtstrend stoppen, müssen sie ihre Möglichkeiten konsequenter nutzen und in der Defensive auf der Hut sein. "Schweinfurt ist vorne sehr schnell, da wollen wir nicht ins offene Messer laufen. Kontrollierte Offensive ist angesagt", sagt Riedenbergs Coach und hofft, dass personell Besserung eintritt, nachdem Lukas Hergenröther wegen seiner Roten Karte ausfällt und hinter Kevin Lormehs sowie Nick Schumm dicke Fragezeichen stehen. Ins Tor rückt Standby-Keeper Julian Hüfner. "Zusammenrücken, durchhalten und weitermachen, bis es besser wird."
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FC Thulba - TSV Bergrheinfeld (Sonntag, 14 Uhr) Der vergangene Spieltag war so etwas wie ein optimaler für den FC Thulba (4./24). Selbst gewann man das Derby in Münnerstadt mit 2:1 und nahm wohlwollend zur Kenntnis, dass sämtliche Spitzenteams nur Unentschieden spielten. Mit der Leistung seiner Truppe war FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz allerdings nicht zufrieden: "Für mich war es kein gutes Bezirksligaspiel. Bezeichnend dafür war, dass alle drei Tore nach Standards gefallen sind." Heißt für die Frankonen, den Blick nach vorne zu richten auf den Sonntag. Da empfängt man den TSV Bergrheinfeld (11./14). Der Aufsteiger konnte bisher immer wieder Akzente setzen und das vor allem in der Fremde, wo die Truppe von Trainer Thomas Gerstner elf ihrer 14 Zähler einheimste. Thulbas Coach erwartet ein Geduldsspiel: "Sie haben gegen spielstarke Teams und vor allem auswärts gut ausgesehen. Ich erwarte einen tiefstehenden Gegner, der zwei, drei gute Konterspieler in seinen Reihen hat, die es gilt, in den Griff zu bekommen. Die Herausforderung wird sein, dieses Bollwerk wieder zu knacken." Das Handwerkszeug gibt Kleinhenz seinen Jungs mit auf den Weg: "Wir kriegen das nur hin, wenn wir Sicherheit in unser Passspiel bekommen und alle elf Spieler, die auf dem Platz stehen, aktiv sind und etwas bewegen wollen. Das war gegen Schweinfurt und auch in Münnerstadt nicht der Fall." Für Sonntag plant Thulbas Coach, wieder etwas zu rotieren, da der Kader gut bestückt ist. Einzig Mittelfeld-Akteur Florian Heim fällt weiter aus. FC 06 Bad Kissingen - Oberschwarzach (Sonntag, 14 Uhr) Fünf Spiele ist der FC 06 Bad Kissingen (7./21) ohne Niederlage. Wichtig war für FC-Coach Mario Wirth der jüngste Dreier bei zuvor aufstrebenden Unterspiesheimern (3:2). "Die Tabelle ist mittlerweile gespalten. Es gibt die Mannschaften mit 14 Punkten und weniger und dann Teams, die mehr als 20 Zähler haben. Da wollten wir dazugehören und das haben wir mit dem Sieg in Unterspiesheim geschafft." Mit breiter Brust empfängt man mit dem SV-DJK Oberschwarzach (3./24) eine Mannschaft, die man am Ende der Saison in der Spitzengruppe erwartet. Jüngst musste die Truppe um das Spielertrainer-Duo Simon Müller/Alexander Greß aber einen nicht erwarteten Rückschlag hinnehmen, als man zuhause gegen Schlusslicht Dettelbach nicht über ein Remis (2:2) hinaus kam. Mario Wirth hat dennoch eine hohe Meinung vom kommenden Gegner: "Wir haben da eine sehr, sehr schwere Aufgabe vor uns. Oberschwarzach hat noch mehr Qualität und Wucht nach vorne als Unterspiesheim. Sie sind ein kompakter, verschworener Haufen, mit einem Simon Müller, der immer für ein Tor gut ist. Wir haben da nicht immer gut ausgesehen und wollen das diesmal besser machen, indem wieder jeder für den anderen läuft." Zwar gibt es mit Fuaad Kheder und Jonas Schmitt zwei Spieler auf der Kippe. Doch seinen Optimismus möchte sich Kissingens Übungsleiter nicht nehmen lassen: "Es wäre toll, den Dreier von Unterspiesheim zu vergolden. 24 Punkte wären klasse, gerade nach der wechselhaften vergangenen Saison. Wir können jetzt zumindest mit einem Auge mal weiter nach vorne schielen."
DJK Altbessingen - TSV Münnerstadt (Sonntag, 14 Uhr) "Ich sehe das große Ganze und da machen wir auf dem Feld 80 Prozent gut und 20 Prozent nicht. Aber wir wissen auch, dass wir punkten müssen", sagt Klaus Keller. Der Trainer des TSV Münnerstadt (14./9), glaubt vor der Auswärtspartie bei der DJK Altbessingen (10./14) fest daran, dass seine Truppe den Hebel umlegen kann. Allerdings war die 1:2-Heimniederlage gegen Thulba das achte Spiel in Serie ohne Sieg, obwohl auch da hätte mehr rausspringen können. "Die Mannschaft hat alles versucht, taktisch gut agiert und aus dem Spiel heraus wenig zugelassen. Die Gegentore haben wir nach Standards kassiert, wo wir bei einem Eckball nicht konsequent geklärt haben und uns bei einem direkten Freistoß in der Mauer weggedreht haben. Unser Problem ist, dass wir in den Strafräumen schwächeln." In Altbessingen erwartet Münnerstadts Trainer ein ganz anderes Spiel. Er sieht den Gegner eher aus der Defensive kommen, mit enormer Kampfkraft und weniger spielerischen Elementen. "Ich kenne den Michael Fery sehr gut. Er ist ein sehr disziplinierter und akribischer Trainer, der ganz genau weiß, was seine Mannschaft kann und das Maximum aus ihr herausholt." Der Aufsteiger konnte vor Wochenfrist bei Tabellenführer FT Schweinfurt einen Zähler (1:1) einheimsen. Torjäger Kai Herold brachte sein Team in Führung, ehe Schweinfurt noch ausglich. Mit Peter Reitz besitzen die DJKler einen überragenden Innenverteidiger, der sehr torgefährlich ist. "Für uns wird das eine gute Mutprobe", sagt Münnerstadts Übungsleiter und weiß, dass seine Truppe dort erneut alles geben wird. "Wir haben nach wie vor gute Stimmung. Die Jungs sind immer im Training, außer es gibt einen triftigen Grund." Der urlaubende Tobias Kröckel wird fehlen.