Marius Kubo wird zum Spion

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Ruslan Zhyvka (links) ist mit seinem FC 06 gegen den TSV Forst gefordert, während der Riedenberger Patrick Barthelmes (rechts) zu Hause gegen Tabellennachbarn Unterspiesheim kämpft. Hopf
Ruslan Zhyvka (links) ist mit seinem FC 06 gegen den TSV Forst gefordert, während der Riedenberger Patrick Barthelmes (rechts) zu Hause gegen Tabellennachbarn Unterspiesheim kämpft. Hopf

Gegen Forst muss der FC 06 Bad Kissingen seine Torchancen auch nutzen. Münnerstadts Jannik Schmittzeh fällt mit einem Kreuzbandriss aus.

TSV Münnerstadt - FC Strahlungen
(Samstag, 16 Uhr)
Es wurde nichts mit dem ersten Heimsieg 2018 für den TSV Münnerstadt (4./36). Gegen Kellerkind Sömmersdorf reichte es letztlich nur zu einem 1:1. Im Derby gegen den FC Strahlungen (11./25) "erwarte ich durchaus ein ähnliches Spiel wie gegen Sömmersdorf", sieht Münnerstadts Coach Klaus Keller einen schwer zu bespielenden Kontrahenten auf sein Team zukommen. Über das Unentschieden gegen den Aufsteiger war Keller weniger erfreut: "Wenn du den Anspruch hast, unter den besten Fünf in der Bezirksliga zu sein, muss man diesen Gegner schlagen." Ein weiterer Wermutstropfen war die Verletzung von Jannik Schmittzeh, die sich als Kreuzbandriss herausstellte. "Das ist total schade für den Jungen, der gerade mal 20 Jahre alt ist und sich immer mehr in die Mannschaft gespielt hat. Personell sind wir derzeit nicht auf Rosen gebettet, so dass wir froh sind, schon 36 Punkte zu haben." Für Gegner Strahlungen wird die Lage immer prekärer. Von den letzten sechs Begegnungen verlor das Team von Thorsten Seufert fünf, spielte jüngst zumindest 1:1 gegen Dampfach, verlor aber Regisseur und Spielführer Benedikt Bötsch mit Verdacht auf Kreuzbandriss. "Das ist ein ganz bitterer Schlag für ihn und uns", so Seufert. 1#googleAds#100x100

FC 06 Bad Kissingen - TSV Forst
(Samstag, 16 Uhr)
"Wir hätten das Spiel deutlich gewinnen müssen, doch der Ball wollte nicht ins Tor", resümierte Mario Wirth, Trainer des FC 06 Bad Kissingen (13./23), das jüngste Kellerduell in Knetzgau (0:0). "Es ist ärgerlich, wir haben dort zwei Punkte verloren, die uns gutgetan hätten. Im nächsten Spiel müssen wir vor dem Tor konzentriert bleiben und konsequent den Abschluss suchen", fordert der 06-Coach mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten des Gegners. Der heißt am Samstag im Bad Kissinger Sportpark TSV Forst (9./29). Und gegenüber der Hetzel-Elf können die Kurstädter im Falle eines Dreiers den Rückstand auf drei Zähler verringern. Das Hinspiel am Ostermontag in Forst ist noch gar nicht so lange her. 3:0 hieß es am Ende für den TSV, als die 06er unter Wert geschlagen wurden. Wirth erinnert sich: "Auch dort hatten wir gute Tormöglichkeiten und haben sie nicht genutzt, so dass zwei Fehler unsererseits Forst auf die Siegerstraße brachten. Es gilt, die Schlüsselspieler Florian Hetzel und Eray Cadiroglu aus dem Spiel zu nehmen." Im Kader der Kurstädter stehen noch einige Fragezeichen, da sich der eine oder andere schon länger mit Verletzungen von Spiel zu Spiel schleppt.

SV Riedenberg - SV-DJK Unterspiesheim
(Sonntag, 15 Uhr)
Im Spiel zweier punktgleicher Verfolger empfängt der SV Riedenberg (6./34) den SV-DJK Unterspiesheim (7./34). SV-Coach Marius Kubo weilte unter der Woche in Unterspiesheim, um den Gegner genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieser unterlag starken Gochsheimern mit 0:3. "Das Augenmerk liegt aber letztlich erst einmal auf der eigenen Mannschaft. Wir müssen unser Spiel durchbringen", sagt Kubo. Bei der eigenen 0:2-Niederlage vor Wochenfrist in Gochsheim war der Plan, dem Gegner das Feld weitestgehend zu überlassen, um die Schnelligkeit von Gochsheims brandgefährlicher Offensive möglichst verpuffen zu lassen und selber Nadelstiche zu setzen. Am Ende waren die Grün-Weißen aber personell zu gebeutelt, um dort zu bestehen. Gerade der Ausfall von Thomas Vorndran in der Innenverteidigung wog schwer. "Aber diese Niederlage wirft uns nicht um. Jetzt gegen Unterspiesheim muss man sehen, wer bei ihnen auflaufen kann. Können ihre alten Recken spielen, sind sie ein sehr gefährlicher Gegner." Wer ins eigene Team zurückkehren kann, ist indes fraglich. Zumindest Kevin Lormehs war unter der Woche wieder beim Training. Falls Thomas Vorndran weiter ausfällt, steht der 18-jährige Vincenz Schaab zur Verfügung.

TSV/DJK Wiesentheid - FC Thulba
(Sonntag, 15 Uhr)
Die Reise des FC Thulba (3./39) führt zum TSV/DJK Wiesentheid (10./29). Die Steigerwälder machten mit einem Zwischenspurt von zehn Punkten aus vier Spielen auf sich aufmerksam, schlugen dabei am Osterwochenende gleich zweimal den TSV Münnerstadt (3:1/3:0) und siegten zudem in Strahlungen (2:0). Unter der Woche musste die Elf von Trainer Stefan Schoeler allerdings dem SV-DJK Oberschwarzach (0:3) auf eigenem Platz klein beigeben. "Wiesentheid ist eine absolute Wundertüte. Sie erzielen kuriose Ergebnisse und sind deshalb nur sehr schwer ausrechenbar", sagt Thulbas Spielertrainer Victor Kleinhenz, der mit seinen Frankonen das Hinspiel knapp mit 2:1 gewann. Mit dem gleichen Ergebnis bezwangen die Gelb-Schwarzen vor Wochenfrist auch Aufsteiger Sömmersdorf und sorgten damit bei Verantwortlichen und Fans für Erleichterung. Denn es war der erste Dreier im Jahr 2018. Die Stärken Thulbas liegen sicherlich in der Spielstärke und der mannschaftlichen Geschlossenheit. "Spielerisch haben wir natürlich noch Luft nach oben", sagt der Frankonen-Coach, der hofft, dass sich die Personalsituation bessert.

TSV Rannungen - Oberschwarzach
(Sonntag, 15 Uhr)
Die Chance auf den Klassenerhalt hat sich der TSV Rannungen (14./17) mit dem 4:1-Erfolg im Schlüsselspiel gegen Knetzgau aufrechterhalten. Doch jetzt geht es für die Truppe von Trainer Klaus Seufert darum, noch einen draufzusetzen, auch wenn der Gegner SV-DJK Oberschwarzach (5./35) heißt. Jüngst kamen die Oberschwarzacher zu einem klaren 3:0-Erfolg in Wiesentheid. Unter den Torschützen erneut Simon Müller. Der eine Teil des Spielertrainer-Duos, neben Alexander Greß, ist derzeit "on fire" und hat bereits 21 Treffer erzielt. Auch im Ostermontags-Hinspiel gegen Rannungen traf Müller. "Das wird der erwartet schwere Gegner. Beide Mannschaften kennen die Stärken und Schwächen des Kontrahenten. Wir müssen im Vergleich zum Hinspiel mehr investieren. So wie zuletzt in Unterspiesheim und gegen Knetzgau", war Klaus Seufert mit den Auftritten seines Teams durchaus zufrieden. Gegen Knetzgau machte der TSV von der ersten Minute an Dampf und führte zur Pause bereits hochverdient mit 2:0. "Danach mussten wir das Tempo zwangsläufig drosseln, mit dem 3:0 war die Partie allerdings gelaufen. Der Sieg über Knetzgau ist aber nur etwas wert, wenn wir nachlegen können", sagt Seufert.