Der ESC Vilshofen ist zwar in der Tabelle punktgleich mit den Kurstädtern, hat aber alle bisherigen Saisonspiele gewonnen. Unter anderem in der Vorwoche vor 700 Zuschauern das Derby gegen Passau. Und damit gegen jenes Team, gegen das die Wölfe mit 3:5 verloren hatten. Topscorer bei den Gästen, die sich ebenfalls "Wölfe" nennen, sind Robert Vavroch, Markus Simbeck und Nils Hanfstingl. "Vilshofen hatte ich in Sachen Titelkandidaten von Anfang an mit auf der Rechnung", sagt Thomas Berndaner, der nach seiner Grippeerkrankung auf dem Weg der Besserung ist und seinem Team auf der Verteidiger-Position wieder mehr helfen kann als bei der 1:8-Niederlage gegen den ERSC Amberg, als der Routinier nach zwei Dritteln virenverseucht passen musste. Fehlen werden dagegen Michael Metz und ein letztes Mal Andreas Hampl, der nach seiner Matchstrafe gegen Ottobrunn für drei Spiele gesperrt wurde.

Dass die Niederbayern bereits am Freitag in Ottobrunn ein Spiel zu bestreiten hatten, sieht Berndaner nicht als Vorteil. "Ich rechne mit einem klaren Sieg für die Vilshofener, die sicher nicht zu viele Kräfte lassen. Und dann haben sie ja einen Tag Pause." Nicht so wie die Kissinger Wölfe, die 24 Stunden nach dem 10:5-Sieg in Selb auch deshalb gegen Amberg untergingen, weil die Regenerationszeit zu kurz war. Dass das Spiel am Sonntag erst um 19 Uhr stattfindet, liegt ebenfalls an den Eislaufzeiten der Stadt. "Wir hätten gerne früher gespielt, aber das ist an Sonntagen ebenso nicht möglich wie Heimspiele am Freitag", weiß Berndaner. Grund zum Klagen hätten freilich auch die Vilshofener angesichts der 350 Kilometer langen Strecke. "Kann schon sein, dass da der ein oder andere beruflich bedingt nicht dabei sein kann. Aber rechnen würde ich damit nicht. Die Jungs von da unten haben da eine ganz andere Einstellung", sagt Berndaner. Und: "Ich sehe uns aber nicht als Außenseiter. Wir haben gezeigt, dass wir Eishockey spielen können. Wir haben ein Heimspiel, und da wollen wir einen Sieg einfahren, um den Anschluss nicht zu verlieren."

Über 200 Zuschauer hatten das Spiel gegen Amberg verfolgt. Mindestens so viele erhoffen sich die Wölfe für das Match am Sonntag. "Eine gute Stimmung ist wichtig. Und jede Unterstützung ist willkommen", freut sich Berndaner, dass sich auf dem Fan-Sektor etwas bewegt. Vor wenigen Tagen trafen sich 25 Personen, um sich Gedanken zu machen, wie die eigene Halle mit Leben auf den Rängen gefüllt werden kann. "Am nächsten Tag hatten wir die Mitgliederzahl auf unserer Fan-Seite im Internet verdoppelt. Ich habe mich sehr gefreut, dass dieses Treffen ja quasi von der Basis ausging. Solche Zusammenkünfte soll es jetzt regelmäßig geben. Da ist jeder herzlich eingeladen", sagt Wassili Ledin. Der Vorsitzende der Kissinger Wölfe hofft, dass möglichst bald ein Fanclub aus der Taufe gehoben werden kann. "Wir wollen eine richtige Gemeinschaft und so auch auswärts geschlossen auftreten."