TV/DJK Hammelburg - Blue Volleys Gotha (Samstag, 19 Uhr) Branko Damjanovic ist zurück in Hammelburg. Und wie. Beim gedrehten Spiel in Freiburg bestach der 32-Jährige mit stattlichen 28 Punkten (zwölf mehr als MVP Moritz Rauber). Diesen Erfolg möchte der Bosnier gerne gegen die Blue Volleys Gotha wiederholen.

Dass Damjanovic auf der Position des Diagonalangreifers so fulminant punkten konnte, ist Ergebnis einer Notlösung. Denn eigentlich steht dort unangefochten Oscar Benner, einer der besten seines Fachs in der 2. Bundesliga.

Doch die Hammelburg Volleys gingen mit einer dünnen Besetzung von nur zwei Mittelblockern in die Saison. Dann plagte sich Nils Rehmeier mit einer Knieverletzung herum. Also erklärte sich Benner bereit, auf dieser Position auszuhelfen.

Als Mittelblocker ging Hammelburgs Kapitän auch in das Spiel in Freiburg. Die freigewordene Stelle des Diagonalangreifers besetzte zunächst Severin Hauke. Als es im 1. Satz in der gesamten Mannschaft nicht lief, nahm Trainer Thiago Welter Hauke raus, brachte Damjanovic. Mit einer verbesserten Annahme schlug dessen Stunde.

"Auf Diagonal fühle ich mich besser. Da kann ich der Mannschaft mehr geben", sagt der 32-Jährige, auch mit Blick darauf, dass er bei seinem ersten, zwei Jahre langen Engagement in Hammelburg meist als Außenangreifer auftrat.

In seiner Karriere hat der Bosnier sieben Jahre in Kroatien und zwei Jahre in Frankreich Volleyball gespielt, ehe er das erste Mal an die Saale kam. Wegen der (Schicht)-Arbeit seiner Frau wechselte Damjanovic nach zwei Jahren zum VC Eltmann, wo er in dessen Hochphase meist nur in der Bayernliga zum Einsatz kam. Im Herzen sei er immer Hammelburger geblieben, bekräftigt er. "Ich bin wirklich froh, wieder hier zu sein. Hier hat alles von Beginn an geklappt."

Dabei war die Umstellung auf die 2. Liga eine ziemlich anstrengende. Für Eltmann fiel die vergangene Saison coronabedingt ins Wasser; Damjanovic konnte dort kaum trainieren. Dementsprechend kam er mit Nachholbedarf zum TV/DJK. "Die ersten beiden Saisonspiele über insgesamt zehn Sätze - da war ich danach platt." Jetzt fühlt er sich aber topfit - was in Freiburg zu bewundern war.

Seinem Trainer ist der 32-Jährige dankbar, dass er Verständnis für ihn aufbringt und ihm Zeit gab, sich zum Beispiel mit den Zuspielern einzugrooven.

Er hat auch nichts dagegen, wenn Severin Hauke für ihn spielt. Jedes Match möchte er ohnehin nicht von Beginn an bestreiten. Was nächste Saison aus ihm wird - Branko Damjanovic weiß es nicht. Sein Engagement mit den Hammelburger Verantwortlichen gilt erstmal nur für diese Spielzeit. Wenn er weiter so wie in Freiburg punktet, wird sich wohl keiner wehren, wenn er weitermacht.