FC 06 Bad Kissingen - TSV Münnerstadt 1:2 (1:1). Tore: 1:0 Christian Laus (16.), 1:1 Johannes Kanz (37.), 1:2 Niklas Markart (90.). Gelb-rot: Fabian May (72., Münnerstadt), Florian Heimerl (76., Bad Kissingen).
"Das hätte ja nicht bitterer laufen können", zeigte sich FC-Coach Thomas Lutz nach dem Abpfiff geknickt. "Mit einem Unentschieden hätten wir leben können", lautete der Kommentar von TSV-Trainer Adrian Gahn, "mit dem Dreier müssten wir jetzt durch sein, wollen uns in den restlichen Spielen aber nicht hängen lassen". Den besseren Start hatten auf dem B-Platz vor 200 Zuschauern die Kurstädter.
Nach einem weiten Schlag von Florian Wedlich verlängerte Erwin Gergely, der ansonsten einen schweren Stand gegen Stefan Nöthling hatte, mit dem Kopf in den Lauf von Christian Laus.

Der Routinier bewies wieder einmal eine überragende Schusstechnik und setzte die Kugel aus 28 Metern volley ins lange Eck. "Da muss man auch einmal als Fan der gegnerischen Mannschaft Beifall klatschen", so Hans Heer, der dann anrennende TSVler sah, die noch vor dem Seitenwechsel egalisierten. Eine Freistoßflanke des fleißigen Tobias Geis passierte Freund und Feind, der am langen Eck einlaufende Johannes Kanz netzte unhaltbar für Keeper Philipp Weltz ein. Bis zum Seitenwechsel hätten die Gahn-Mannen sogar in Führung gehen können. Erst riss Weltz bei einem Geis-Schuss gerade noch die Fäuste hoch (40.), kurz darauf köpfte Niklas Markart nach Vorarbeit von Hans-Christian Schmitt das Leder überhastet über das FC-Tor. Nach Wiederanpfiff verlagerte sich die Begegnung in die Hälfte des Gastes. Dabei musste sich TSV-Keeper Johannes Wolf bei einem Laus-Freistoß ganz lang machen (49.). Und durfte sich nach einer Laus-Ecke und dem Kopfball von Gergely bei seinem Vordermann Philipp Müller bedanken, der den Ball von der Torlinie köpfte (56.).

Ohne größere Torchancen ging es in die Schlussminuten, die ohne Fabian May (Foul, Meckern) und Florian Heimerl (wiederholtes Foul) ausgetragen wurden. "Dann hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine Mannschaft auf den hinteren Tabellenplätzen nicht vom Glück begünstigt wird", so der Kommentar von Lutz zu zwei Szenen. In der 87. Minute flog das Spielgerät nach Hereingabe von Tim Dittrich an das Quergestänge, beim folgenden Gäste-Angriff ins kurze Eck. Der eingewechselte Tobias Kröckel hatte Niklas Markart mit einer Vorlage aus dem Halbfeld bedient, dieser wickelte sich um Adnan Hamzic und versenkte trocken. "Gegen Münnerstadt zu spielen ist zwar schön, da viele Zuschauer mitkommen", so Platzkassier Karl-Heinz Beck, "aber gewinnen wäre für uns heute wichtiger gewesen".
Bad Kissingen: Weltz - Dittrich, Hamzic, Heilmann, Wehner (66. Karch) - Winkler, Wedlich (66. Wirth), Heimerl, Hofmannn - Laus, Gergely.
Münnerstadt: Wolf, Kraus, Kanz, Nöthling, Müller - Markart (92. Gahn), Schmitt, Geis, D. Mangold (62. Kröckel)- May, Göller (80. Coprak).

SV Riedenberg - TSV Unterpleichfeld 2:1 (0:1). Tore: 0:1 Thomas Redelberger (24.), 1:1 James Galloway (50.), 2:1 Simon Hergenröder (53.). Bes. Vorkommnis: Florian Dorn (Riedenberg pariert Foulelfmeter von Simon Friedrich (86.).
Mit diesem schwer erkämpften Sieg dürfte der Klassenerhalt der Gastgeber endgültig in trockenen Tüchern sein. "Wir sollten uns jetzt trotzdem nicht hängen lassen", sagte ein nach dem Abpfiff erleichterter Marius Kubo. Dieser hatte in der Pause einen Appell an seine Mannschaft richten müssen, denn bis dahin schloss sie an die suboptimale Leistung vor acht Tagen in Garitz an. Spielstarke und kombinationssichere Gäste hatten nach einer Viertelstunde eine erste glasklare Möglichkeit, auf Vorarbeit von Dominik Oßwald setzte Marcial Weisensel die Kugel freistehend aus sechs Metern über den Kasten. Kurz darauf verstolperte der Unterpleichfelder in bester Position eine weitere Gelegenheit, ehe TSV-Spielertrainer Thomas Redelberger zuschlug nach einer Freistoßflanke von Nico Bude. Zwei Minuten später hatte SV-Goalie Florian Dorn mächtig Glück, als ein Oßwald-Heber von der Latte ins Feld zurückflog. Die Platzherren hatten bei widrigen Bedingungen im ersten Durchgang nur eine Möglichkeit, als Benedikt Carton den Pfosten traf (36.). Im Gegenzug klatschte die Kugel neuerlich ans Quergestänge, als Daniel Dorn ein Befreiungsschlag über den Schlappen rutschte.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Kubo-Schützlinge, jetzt mit Christoph Dorn im zentralen Mittelfeld, wie verwandelt. Nun setzten die Rhöner den Kontrahenten unter Druck, der Erfolg stellte sich rasch ein. Nachdem Simon Hergenröder mit seinem Kopfball noch an einem Reflex von TSV-Goalie Björn Trott gescheitert war, gab dieser kurz darauf keine gute Figur ab. Nach einer Freistoßflanke von Christoph Dorn verharrte er auf der Linie, James Galloway köpfte aus drei Metern ein. Drei Minuten später zappelte der Ball schon wieder im TSV-Tor. Simon Hergenröder hatte eine Hereingabe zwar am Torhüter, doch nicht an Verteidiger Bude vorbeigebracht, der allerdings mit einem Fehlschlag den Riedenberger wieder bediente. Die irritierten Gäste hatten danach Glück, dass Galloway eine Riesenchance versemmelte, danach waren wieder die Krautdörfler am Drücker. Diese sahen sich nach Foul von Florian Dorn an Manuel Örtel schon vor dem Ausgleich, doch Simon Friedrich schmetterte den Ball bei seinem Strafstoß zentral aufs Tor, wo der Torhüter mittels Fußabwehr parierte.
Riedenberg: Fl. Dorn - Schuhmann (46. Ch. Dorn), Schaab, Vorndran, D. Dorn - Krapf, Seuring, Carton, S. Hergenröder - Ph. Dorn (77. Fröhlich), Galloway.

FC Geesdorf - SV Garitz 1:1 (1:0). Tore:1:0 Mohamed Remaithi (15.), 1:1 Sebastian Voll (77.). Rot: Benedikt Lang (86., Garitz), Patrick Beuerlein (86., Geesdorf).
Laut Aussage von FC-Sportleiter Leo Weiglein sahen die 65 Zuschauer ein "grottenschlechtes Spiel", das weitab von Bezirksliga-Niveau war. Bei böigem Wind ging der Aufsteiger nach einem Schuss seines Torjägers Mohamed Remaithi in den Winkel in Führung, setzte dann aber nicht nach. Die Grün-Weißen hatten vor dem Seitenwechsel nur eine Chance, Benedikt Niebling verzog. Nach der Pause plätscherte die Begegnung weiter dahin, völlig überraschend fiel der Ausgleich. Nach einer hohen Hereingabe von Benedikt Niebling unterlief FC-Torwart Louis Offner den Ball, der am langen Eck postierte Sebastian Voll, der sich trotz großen Trainingsrückstandes kurzfristig zur Verfügung gestellt hatte, nickte ein. Die bis dahin faire Auseinandersetzung eskalierte in der Schlussphase, zunächst sah Benedikt Lang nach grobem Foul die Rote Karte, dann trat Patrick Beuerlein nach einem Wortgefecht gegen das Bein von Sandro Cazzella und flog konsequenterweise ebenfalls vom Platz.
Garitz: Werner - Lang, Bieber, Krieter, Baier (66. Voll). - Herold, Cazzella, Schmitt, Schießer - Ehrenberg, B. Niebling (92. J. Niebling).

FC Fuchsstadt - TSV/DJK Wiesentheid 2:1 (0:1). Tore: 0:1 André Hartmann (14.), 1:1 Johannes Feser (48.), 2:1 Simon Bolz (53.). Gelb-rot: Dustin Höppner (29., Fuchsstadt).
"Der Spielverlauf war recht kurios", berichtete FC-Pressesprecher Andreas Luxem, der sein Statement noch leicht verschwitzt abgab, musste er doch aufgrund der Personalnot der Kohlenbergler in der Schlussphase selbst auflaufen. Wie vor zwei Wochen bei der Nullnummer in Riedenberg versuchten die Gäste das Spiel zu diktieren und verwickelten das heimische Mittelfeld schon in dessen Hälfte in Zweikämpfe. Da fiel Wiesentheids Führungstreffer auch nicht unerwartet, ein Freistoß von André Hartmann über eine "vielleicht nicht so gut postierte Mauer" (Luxem) schlug unhaltbar für Marc Rösler im Winkel ein. Nicht viel später der nächste FC-Rückschlag, als Dustin Höppner und sein Gegenspieler Andreas Kühne nach einem Wortgefecht jeweils "Gelb" sahen. Der Fuchsstädter protestierte - und flog vom Platz. Doch diese Aktion bedeutete die überraschende Wende im Match. Während die Züchner-Elf nun mit Wut im Bauch zu Werke ging, änderten die Steigerwälder die Taktik und wollten in Überzahl den Vorsprung nur noch verwalten. Als gleich nach dem Seitenwechsel Johannes Feser auf Zuspiel von Tobias Bold der Ausgleich gelang, forcierten die Kohlenberg-Kicker ihre Angriffslust - was belohnt wurde. Nach Flanke von Lukas Lieb verlängerte Feser per Kopf das Leder auf den Schlappen von Somin Bolz, bester Akteur auf dem Platz, der entschlossen aus zehn Metern einschoss. Die Schützlinge von Marc Reitmaier waren vom Rückstand so irritiert, dass sie sich danach keine klare Einschussmöglichkeiten erarbeiteten, lediglich ein platzbedingter Aufsetzer zwang den Fuchsstädter Goalie in der Nachspielzeit zu einem größeren Einsatz. "Die Moral der Mannschaft ist klasse, sie will den zweiten Tabellenplatz unbedingt verteidigen", so Dirk Züchner mit Blick auf die nächsten Aufgaben.
Fuchsstadt: Rösler - Heinlein, Thurn, Plehn, Lieb - Bold (82. Wahler), Bayer (91. Luxem), Bolz, P. Stöth - Feser, Höppner.