Geschafft! "Dreimal mussten wir den Saaletal-Marathon verschieben aufgrund der Pandemie. Jetzt sind wir einfach nur glücklich, dass es diesmal geklappt hat. Toll auch, dass wir von den Läuferinnen und Läufern ein super Feedback bekommen haben", sagt Bettina Jauker aus dem neu zusammen gestellten Organisationsteam um Carolin Sittler. Komplettiert wird das Trio von Kai Günder, der im Zielbereich sein Moderatoren-Talent unter Beweis stellte. Dort also, wo Landrat Thomas Bold als Schirmherr die Sportler willkommen hieß.

Ein Hauch von Olympia kam auf, als Bürgermeister Rainer Morper die über 200 Laufbegeisterten per Startschuss und in unterschiedlichen Zeitfenstern auf die Strecken schickte. "Gemeldet hatten insgesamt 280 Teilnehmer, aber einige sind dann doch nicht gekommen. Vielleicht aufgrund der schwülwarmen Witterung", mutmaßt Bettina Jauker. Corona-Auflagen gab es natürlich auch, die aber aufgrund der niedrigen Landkreis-Inzidenzen kurzfristig sogar gelockert werden konnten.

Anspruchsvoll, aber landschaftlich schön

Mit Spannung erwartet wurde der Dreiviertel-Marathon, der erstmals den Marathon ersetzte und den 16 Läufer und fünf Läuferinnen in Angriff nahmen. Auch wenn die längste Strecke des Saaletal-Marathons damit um etwa neun Kilometer kürzer war, gab es auf dieser Distanz doch einige kurzfristige Ummeldungen auf den Halbmarathon. "Die 33 Kilometer waren aber auch nicht ohne. Das war eine anspruchsvolle, dafür aber landschaftlich schöne Strecke", weiß Bettina Jauker, die selbst eine erfolgreiche Läuferin ist. Bis zur Saalebrücke in Euerdorf war die Strecke identisch mit dem Halbmarathon, ehe die Extra-Schleife über die Ruine Aura, den Weg der Besinnung oberhalb von Garitz und den Heiligenhof zurück nach Euerdorf führte, fast immer durch den Schatten spendenden Wald.

Deutlicher Vorsprung

Sensationell schnell unterwegs war der Sieger. Sven Starklauf - der Name war wirklich Programm - von der DJK SV Vorra benötige gerade einmal 2:17:54 Stunden, war damit deutlich schneller als David Kiesel von der TG Schweinfurt (2:35:53) und Ludwig Schraud (Road to Vienna, 2:52:03). Schnellste Frau auf der Langdistanz war Jana Seel (ohne Vereinsangabe, 2:54:07), die Regina Hellinger (ASC Marktrodach, 2:55:56) und Lokalmatadorin Heidrun Hirt (TV/DJK Hammelburg, 3:17:45) auf die Plätze verwies.

Auf der Halbmarathon-Strecke mit insgesamt 62 Teilnehmern hieß der Sieger Felix Pfuhlmann (SG Eltmann), der für die 21 Kilometer lediglich 1:22:18 Minuten benötigte, damit knapp vor Matthias Flade (DJK SV Vorra, 1:23:21) und Christian Albert (TG Schweinfurt, 1:24:10) lag. Bei den Frauen ging einmal mehr kein Weg an Anna Roth vorbei, die Athletin vom TV/DJK Hammelburg überquerte nach 1:32:58 Minuten die Ziellinie. Teamkollegin Korinna Lerch (1:52:59) sicherte sich den Bronzerang hinter Sabine Müller (1:41:38).

Um den steilen Anstieg vom Sportgelände hoch zum Verkehrsgarten kamen auch die 46 Läufer und 22 Läuferinnen nicht herum. Quasi im Fotofinish sicherte sich Hannes Spahn (FT Schweinfurt) nach 34:46 Minuten den Siegerpokal, nur eine Sekunde betrug der Rückstand von René Amtmann (TSV Thüngersheim). Der dritte Platz ging an Florian Lochhaas (Team Erdinger alkoholfrei, 37:46). Hanna Schmitt von der LG Lohr-Rechtenbach war mit 46:41 Minuten die schnellste Frau vor Carolin Sapper (TV Jahn Schweinfurt, 47:50) und Olga Franchuk (ohne Vereinsangabe, 51:31).

Die insgesamt 207 Teilnehmenden verteilten sich zudem auf den zwei Walking-Strecken über 21 und zehn Kilometer sowie dem Mini-Marathon über 4,2 Kilometer.

Der nächste Termin steht

Pokale, Gutscheine und Sachpreise gab es bei den Siegerehrungen, dazu Blumensträuße für die Frauen und Gerstensaft für die Männer. "In der Halle war aufgrund der Umstände natürlich nicht so viel los wie in den Jahren zuvor, dennoch blicken wir auf eine überaus gelungene Veranstaltung zurück", sagt Bettina Jauker. Unterstützt wurde der ausrichtende SV Ramsthal wieder von zahlreichen Helferinnen und Helfern wie den Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung, vielen Streckenposten und natürlich einer medizinischen Betreuung.

Der 12. Saaletalmarathon ist bereits terminiert: für den 2. April 2022. Der Dreiviertel-Marathon ist wieder im Angebot. Dann sicher mit mehr Startern auf der langen Distanz, die landschaftlich so viel bietet.