Beim "Mini-Marathon" starteten 60 Läufer - vorwiegend Schüler, gleichermaßen Jungen wie Mädchen. Auf der 4,2 Kilometer langen Strecke war Kondition gefragt, da es nach der ersten Streckenhälfte leicht bergan ging. Louis Sixt startete für den SV Ramsthal. Der 11-Jährige, der in der U-13 aktiv Fußball spielt, ist die Strecke bereits mehrmals gelaufen: "Wir trainieren seit vier Wochen. Heute läuft die gesamte Mannschaft mit." Richtig gut angenommen wurde der "Bambini-Lauf", wo die Jüngsten bei einer Runde um den Platz gefordert waren. Rund 50 kleine Nachwuchs-Läufer hatten sichtlich Spaß, dabei zu sein.

Es ist nicht selbstverständlich, dass sich für eine Sport-Veranstaltung so viele junge Teilnehmer begeistern lassen. Der SV Ramsthal legt Wert auf eine entsprechende Nachwuchsarbeit. Neben Jugendmannschaften im Fußball werden Kinderturnen und Leichtathletik angeboten.
Roland Kühnlein, der mit einem mehrköpfigen Team über 40 Kinder und Jugendliche in der Leichtathletik-Abteilung betreut, hat die jüngsten Läufer gut vorbereitet: "Im ersten Schritt haben wir immer wieder Laufspiele auf dem Platz oder in der Halle gemacht. Während des Laufens mussten bestimmte Aufgaben gruppenweise gelöst werden. Die Gruppenarbeit ist deswegen wichtig, um sich gegenseitig zu motivieren, was letztendlich auch die eigene Motivation steigert. Dann haben wir die Kinder und Jugendlichen langsam an Distanzläufe herangeführt. Dazwischen gab es immer wieder Konditionstraining, bergauf, bergab. Aber in erster Linie ist es wichtig, dass alle mit Spaß dabei sind."

Roland Kühnlein und seinem Team ist es gelungen, viele Kinder und Jugendliche zu animieren, um beim Saaletal-Marathon dabei zu sein. "Wir sind auch immer wieder bemüht, junge Übungsleiter zu finden, die sich zukünftig engagieren", so Vorsitzender Rudi Weik. Dieser Aspekt der Jugendarbeit ist ebenfalls sehr wichtig.

Insgesamt hatte der SV Ramsthal am Samstagvormittag ein Starterfeld von rund 600 Personen zu bewältigen. Für das Organisatoren-Team um Bernhard Gößmann-Schmitt, Katrin Vollert und Karin Schmitt eine große Herausforderung, obwohl es sich bei den Dreien und den rund 150 Helfern in den verschiedenen Ortschaften, darunter Feuerwehr und Sanitäter, um ein eingespieltes Team handelt. "Wir haben quasi die ganze Nacht hier verbracht, haben spät abends die Strecken-Markierungen aufgestellt und heute Morgen in der Frühe gleich noch einmal kontrolliert", so Bernhard Gößmann-Schmitt. "Eigentlich sind wir bereits seit einem Jahr dabei, diesen Lauf zu organisieren. Angefangen bei Terminabsprachen mit anderen Organisatoren in der Gegend, über die Gestaltung der Homepage, der Bearbeitung der Anmeldungen bis hin zur Sponsorenfindung. Die Hauptarbeit ist in den letzten vier bis fünf Tagen passiert - da waren wir quasi Non-Stop im Einsatz."