Die Riedenberger wollen Derby-Punkt veredeln

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Eine gewisse Robustheit und Galligkeit verlangt Münnerstadts Trainer Klaus Keller von seinem Team. Lukas Schmittzeh hat dies in dieser Szene absolut verinnerlicht.Hopf
Eine gewisse Robustheit und Galligkeit verlangt Münnerstadts Trainer Klaus Keller von seinem Team. Lukas Schmittzeh hat dies in dieser Szene absolut verinnerlicht.Hopf

Das Landkreis-Quartett trifft ausnahmslos auf unangenehme, aber auch schlagbare Gegner.

FC 06 Bad Kissingen - DJK Dampfach (Samstag, 16 Uhr) Eine Woche später als geplant startet der FC 06 Bad Kissingen (9./24) in den Pflichtspielbetrieb 2019, nachdem das Spiel in Wiesentheid der schlechten Witterung zum Opfer fiel und am Ostermontag nachgeholt wird. Gegner am Wochenende ist die DJK Dampfach (5./32), die jüngst auf eigenem Platz gegen Schlusslicht Dettelbach eine Halbzeit lang Probleme hatte, nach der Pause aber starke Comeback-Qualitäten zeigte und einen 1:2-Rückstand in einen 6:2-Erfolg umwandelte. Allerdings beschrieb DJK-Coach Steffen Rögele die erste Halbzeit als die schlechteste unter seiner Ägide und das Ergebnis etwas zu hoch. Die 06er um Trainer Rüdiger Klug sind also gewarnt: "Die Dampfacher haben ihrem Namen zuletzt alle Ehre gemacht, da müssen wir auf der Hut sein. Wir wollen aktiver sein als der Gegner. Wichtig ist, dass wir uns auf dem Feld gegenseitig gut unterstützen und schnell in die Ordnung kommen." Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1. Jonas Schmitt hatte die 06er in Führung gebracht, DJK-Torjäger Patrick Winter noch vor der Pause egalisiert. Im Heimspiel darf es für die Kurstädter gerne mehr sein. Rüdiger Klug sieht sein Team jedenfalls gut vorbereitet: "Die Mannschaft hat sich beim Abschlusstraining konzentriert präsentiert. Unser Kader ist im Prinzip wie in der Vorwoche zu 85 Prozent komplett und wir werden eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen." Dettelbach u.O. - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr) Mit dem dritten Kellerkind hintereinander bekommt es der FC Thulba (4./32) zu tun, der bei Schlusslicht Dettelbach und Ortsteile (16./12) gastiert. Der Aufsteiger aus dem Landkreis Würzburg hatte vor der Runde einige Abgänge zu verkraften und war zudem von Verletzungspech geplagt, so dass die Truppe von Trainer Thomas Freund nur zu mageren zwölf Zählern kam. Am vergangenen Wochenende führte man in Dampfach zur Pause mit 2:1, kassierte in den zweiten 45 Minuten allerdings noch fünf Treffer und unterlag mit 2:6. Einen Treffer hätten Thulbas Frankonen im Derby gegen Riedenberg nur zu gern erzielt. Allerdings gelang dieser nicht, so dass man sich mit einem torlosen Remis begnügen musste, was Spielertrainer Victor Kleinhenz wenig erfreute: "Natürlich wollten wir gewinnen. Allerdings hat es an Effektivität, Tempo und Durchschlagskraft gefehlt und Riedenberg hat sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gewehrt, wodurch sie sich den Punkt verdient haben." Mit dem Abwehrverhalten war Kleinhenz dagegen einverstanden: "Wir haben in den zwei Spielen nach der Winterpause kaum Torchancen zugelassen." In der Weingarten-Arena in Dettelbach fordert der Frankonen-Coach einen geduldigeren Spielaufbau und höhere Passgenauigkeit von seinen Jungs ein. "Und im letzten Drittel müssen wir mit mehr Entschlossenheit und Tempo agieren, denn auch dort werden wir wieder auf einen tief stehenden Gegner treffen. Erzielst du da ein frühes Tor kannst du Spiel und Gegner dominieren. Je länger es aber 0:0 steht, wird es immer schwieriger, so ein Bollwerk zu knacken." Im Hinspiel ließ man dem Aufsteiger keine Chance und fuhr einen sicheren 5:1-Sieg ein. Fehlen wird dem Tabellenvierten Manuel Hänelt, der sich gegen Riedenberg wohl einen Muskelfaserriss zugezogen hat. SV Riedenberg - DJK Altbessingen (Sonntag, 15 Uhr) Mit dem Derby-Remis in Thulba konnte der SV Riedenberg (15./15) sicher gut leben. Jetzt gilt es, diesen Punkt im Heimspiel gegen die DJK Altbessingen (12./19) unbedingt zu veredeln. Der Aufsteiger ist mit vier Zählern mehr auf der Habenseite ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Entsprechend kämpferisch gibt sich Riedenbergs Coach auch vor der Partie: "Ein Sieg jetzt ist ungemein wichtig. Allerdings hat Altbessingen seine Qualitäten. Das wird sicher eine schwere Partie, aber ich bin davon überzeugt, dass wir dieses Spiel gewinnen", sagt Thorsten Seufert. Mit der Defensivleistung seines Teams in Thulba war der SV-Coach zufrieden: "Das Unentschieden ist dem Spielverlauf nach für uns absolut in Ordnung, denn Thulba hatte ja durch Tobias Huppmann eine hundertprozentige Gelegenheit. Unser Plan war natürlich tief zu stehen, die Null zu halten und mit einem Konter dann ein Tor zu erzielen. Aber im Umschaltspiel nach vorne haben wir nicht optimal agiert." Die DJK Altbessingen ihrerseits verlor im ersten Spiel nach der Winterpause verdient mit 0:2 zuhause gegen Thulba, während das Spiel gegen Forst vor Wochenfrist witterungsbedingt abgesagt werden musste. Im Hinspiel drehten die Riedenberger die Altbessinger Führung, von Kai Herold erzielt, durch Tore von Kevin Lormehs und Patrick Barthelmes und holten sich am Ende den Dreier (2:1). Fehlen wird den Grün-Weißen am Wochenende neben Paul Konopka, Niklas Keßler und Philip Schäfer auch Christoph Dorn, der berufsbedingt nicht dabei sein kann. Dafür kehren Nick Schumm, Jonas Wolf sowie Finnian Carton in den Kader zurück. FSV Krum - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr) Für den TSV Münnerstadt (10./22) steht im zweiten Spiel nach der Winterpause das Gastspiel beim wiedererstarkten FSV Krum (14./18) auf dem Programm. Mit dem 1:1 aus der Vorwoche gegen den Tabellenzweiten war Trainer Klaus Keller einverstanden: "Bedingt durch die Wetterverhältnisse war es natürlich kein normales Spiel. Zudem bringt Oberschwarzach in dieser Klasse die wohl stärkste Mentalität ins Spiel, und da haben wir dagegengehalten und selbst in Unterzahl nicht kleinbeigegeben. Das war starker Teamspirit." Ein schweres Stück Arbeit erwartet Münnerstadts Coach auch beim FSV Krum, den er beim 0:0 bei Spitzenreiter Schweinfurt beobachtet hatte. Mit dem Trainerwechsel, dort hat Trainer-Routinier Manfred Fehlbaum das Zepter seit der Winterpause übernommen, hat der FSV seine Klassenerhaltsbemühungen untermauert und bewies nicht nur bei den "Turnern", sondern auch zuvor beim 4:3-Sieg in Forst, dass Qualität in der Truppe steckt. Keller: "Manfred 'Zico' Fehlbaum hat mich im Fußball lange begleitet. Er bringt immer Struktur in seine Mannschaften, und das hat er scheinbar auch in Krum schon geschafft. Aber es ist nicht so, dass wir in Ehrfurcht erstarren." Keller und sein Trainerteam haben ihrer Truppe nach und nach mehr "Galligkeit" eingeimpft, was auch diesmal gefordert sein wird. Keller: "Wir hatten auf der Agenda stehen, dass wir als Mannschaft unbequemer werden müssen. Das kam gegen Ende der Vorrunde langsam zum Tragen. Nur über die spielerische Qualität schlägst du in dieser Liga keinen. Wir müssen in jedem Spiel beißen und Gas geben, das Spielerische entwickelt sich dann meistens daraus."

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