Viertliga-Spitzenteam 1. FC Saarbrücken absolviert ein sechstägiges Trainingslager auf dem Gelände des FC Elfershausen. Der Kontakt kam kurios zustande.
Die Jungs haben sichtlich Spaß: Während sich der eine Teil der Mannschaft beim Volleyball vergnügt, dehnt sich der andere auf Gymnastikmatten und dem kurz geschorenen Rasen. Der 1. FC Saarbrücken, Gründungsmitglied der Bundesliga und letzte Saison Zweiter der Regionalliga Südwest, absolviert bis Dienstag ein Trainingslager. Und zwar beim A-Klassisten FC Elfershausen.
Die lockere Atmosphäre trügt. Bei diesem ersten Training am Donnerstagmorgen gönnt Coach Dirk Lottner seinen Profis etwas Spaß und Regeneration. Hatten sie doch am Mittwoch bei der TSG Hoffenheim 2:2 gespielt und waren erst am Abend in ihrer Unterkunft, dem Hotel Ullrich, eingetroffen.
Letzteres ist der Grund, warum die Saarbrücker Profis jetzt auf dem Gelände des FC Elfershausen auflaufen. Laut Hoteldirektor Jürgen Mönch gibt es Sportagenturen, die Trainingslager an Beherbergungsbetriebe vermitteln. Meistens handele es sich im Fall seines Hotels um Amateurvereine, die ein Wochenende in Elfershausen verbringen.
"Ab und zu sind auch bekanntere Teams darunter. Der 1. FC Saarbrücken ist etwas Größeres, weil er seine Saisonvorbereitung bei uns absolviert", sagt Mönch.
Die jahrelange Zusammenarbeit mit den Sportagenturen hat dem Hotel Ullrich einige Gäste aus der Fußballwelt beschert: die U23 des VfL Wolfsburg, der 1860er aus München und der TSG Hoffenheim mit ihrem damaligen Trainer Markus Gisdol, der SV Meppen. Sogar die U23-Nationalmannschaft von Nigeria. Und jetzt eben Saarbrücken.
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Inzwischen herrscht im Hotel Routine, was die Unterbringung Betreuung von Fußballern angeht, sagt Jürgen Mönch. Essen, Trinken, Wäschewaschen - bei den meisten Teams sei das weitgehend identisch.
Nach Mönchs Worten informiert das Hotel die Verantwortlichen des FC Elfershausen über den Namen der jeweiligen Mannschaft, die Liga, in der sie spielt, und wie oft das Team trainieren will. Der Verein versucht, sich darauf einzustellen. "Das haben die vom FC immer gut hingekriegt. Die gute Zusammenarbeit besteht seit Jahren", lobt Jürgen Mönch.