Abkochen und Dampf machen ist Fuchsstadts Plan

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Foto: Symbolbild
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Münnerstadt muss vor dem schweren Spiel gegen den FC Geesdorf auch im Kopf regenerieren. Riedenberger zeigen Charakter.

TSV Güntersleben - SV Riedenberg: Der SV Riedenberg (5./39) lieferte dem Ligakonkurrenten Fuchsstadt einen interessanten Pokalabend, schied aber nach einer 2:3-Niederlage am Kohlenberg aus dem Wettbewerb aus. Die Konzentration gilt nun also voll dem Liga-Wettbewerb. Gastgeber und Gegner am Sonntag ist der TSV Güntersleben (16./15), dem man nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt zusprechen kann. Doch SV-Coach Rüdiger Klug , der nach überstandener Krankheit wohl wieder an der Linie stehen kann, warnt: "Güntersleben wird sich nicht aufgeben, solange sie rechnerisch die Klasse halten können. Deswegen werden wir dem Gegner auch mit vollem Respekt gegenübertreten." Seine Jungs scheinen indes zu gewohnter Stärke zurückzufinden. Klug: "Ich wäre gerne dabei gewesen, doch ich habe mir berichten lassen, dass wir eine ordentliche Leistung abgeliefert haben, das macht Hoffnung für das Wochenende. 1#googleAds#100x100 Überhaupt muss ich den Charakter der Truppe mal loben. Die Spieler nehmen viel auf sich und reisen zum Beispiel kurzerhand mal aus 300 Kilometer Entfernung unter der Woche zum Pokalspiel an. Das macht mich schon ein bisschen stolz." Hinsichtlich einiger angeschlagener Spieler und mit Blick auf eine weitere englische Woche feilt Klug noch an der passenden Aufstellung, in der Philipp Dorn und Fabian Seuring definitiv fehlen werden.

TSV Münnerstadt - FC Geesdorf: Eine Niederlage der ganz bitteren Art kassierte der TSV Münnerstadt (3./41) jüngst in Röthlein, als beim 2:4 fast jeder Schuss des Gegners saß und die Mürschter selbst eine Chance nach der anderen versiebten. Dadurch ist der Zug im Kampf um die ersten beiden Plätze wohl abgefahren. Gegen den FC Geesdorf (6./39) geht es nun in erster Linie darum, den Verfolger auf Distanz zu halten. "Acht Punkte nach vorne sind realistisch betrachtet kaum noch aufzuholen. Jetzt wollen wir zumindest Platz drei halten. Das ist mein Minimalziel", blickt TSV-Coach Adrian Gahn voraus. Er selbst konnte kaum fassen, was sein Team in Röthlein liegen ließ. "Wir haben uns alle kopfschüttelnd angeschaut, weil wir alles versucht und gerade in der ersten halben Stunde super gespielt haben. Aber die mangelnde Chancenverwertung verfolgt uns schon eine Weile. Mannschaft und Trainer-Team arbeiten natürlich daran, doch je mehr man darüber spricht, desto tiefer sitzt es drinnen." Gegen Geesdorf heißt es Revanche zu nehmen für die bittere 0:5-Klatsche im Hinspiel. "Da steht eine Wiedergutmachung an. Wir müssen unsere Enttäuschung vom Röthlein-Spiel aus den Köpfen bekommen und dürfen es dem Gegner nicht so einfach machen, gegen uns Tore zu schießen", fordert Gahn ein hohes Maß an Konzentration. Schwer wiegt da der Ausfall von Philipp Müller, für den mit einer Adduktorenverletzung die Saison beendet ist. Neben Stürmer Julian Göller ist Müller der zweite Leistungsträger, der längerfristig ausfällt.

SV-DJK Unterspiesheim - FC Fuchsstadt: Gestärkt durch den Finaleinzug im Toto-Pokal, reist der FC Fuchsstadt (2./49) zum SV-DJK Unterspiesheim (9./34). Für FC-Coach Dirk Züchner, der gegen Riedenberg kurzfristig auf Simon Bolz und Harald Baier verzichten musste, zählte am Ende nur das Ergebnis: "Das Spiel war kein Leckerbissen. Anfangs haben wir Druck aufgebaut, dann ein wenig den Faden verloren. Nach dem unglaublichen Ausgleich haben wir Moral bewiesen und mit dem 3:1 war das Spiel eigentlich gelaufen. Dass wir noch den zweiten Gegentreffer bekommen haben, hat mich geärgert. Aber am Ende zählt der Finaleinzug und dass sich keiner verletzt hat." Der Sonntags-Gegner hat sich klammheimlich neben Fuchsstadt und knapp hinter Spitzenreiter Unterpleichfeld als zweitbestes Rückrundenteam etabliert und kassierte erst vor Wochenfrist beim Klassenprimus (0:2) die erste Niederlage der zweiten Saisonhälfte. "Es sollte dennoch eine machbare Aufgabe sein. Wenn wir den Anspruch haben, oben anklopfen zu wollen, dann müssen wir dort gewinnen", macht Züchner klar, dass dort nur ein Dreier zählt. Das Hinspiel geriet zu einer klaren Angelegenheit der Füchse, die zuhause mit 5:0 souverän die Oberhand behielten. Allerdings ist den Kohlenberg-Jungs auch noch der letzte Spieltag der vergangenen Saison im Hinterkopf, als man sich in Unterspiesheim eine handfeste 3:7-Abreibung abholte. "Dieses Hühnchen gilt es noch zu rupfen. Wir wollen schnell Platz zwei festmachen und dann sehen, was nach oben passiert", will der FC-Übungsleiter die Verfolger abkochen und gleichzeitig Unterpleichfeld Dampf machen.