"Danket mit mir dem Herrn" - Unter diesem Leitwort stand der Festgottesdienst zum Goldenen Priesterjubiläum von Pfarrer Balthasar Amberg in Ebenhausen. In ihren Glückwünschen würdigten kirchliche und politische Gremien die Dienste des Geistlichen, der allein 40 Jahre in Ebenhausen, später dazu in Eltingshausen, Oerlenbach und Rottershausen wirkte und wirkt.


Ein Glaubenszeugnis vorgelebt

Die Festpredigt hielt der Generalvikar des Bistums Fulda, Prof. Dr. Gerhard Stanke. Amberg habe in seinem Dienst, sagte Stanke, die Aufbruchstimmung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ebenso erlebt wie die Krisen in den letzten Jahren in dem Bewusstsein, dass Gott stets Mitte des Glaubens und Lebens ist. "Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Lassen wir uns von seiner Zuwendung anstecken und seine Botschaft in die Welt tragen", ermutigte Stanke, langjähriger Freund des Jubilars, der in fünf Priester-Jahrzehnten ein Glaubenszeugnis vorgelebt habe.
"Wir Pfarrer sind nicht die Macher und Strahlemänner, sondern nur Werkzeug mit allen menschlichen Schwächen", erinnerte Dekan Thomas Keßler die Anwesenden. Treu habe Amberg Gott und Menschen gedient, in Ebenhausen Wurzeln geschlagen und viele Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Langeweile sei nie aufgekommen, viele Aufgaben angefallen unter dem Motto "Wer glaubt, ist nie allein". "Du hast beigetragen, dass Gottes Licht auf die Menschen strahlen konnte", dankte Dekan Keßler.

"Einer von uns geworden"

"50 Jahre mit Gott verbunden und von Gott getragen" sang Maria Schöler in einem selbst getexteten und komponierten Lied. Für die Pfarreiengemeinschaft und für Ebenhausen lobte Karin Haut das Wirken des Jubilars: "Sie sind in den 40 Jahren einer von uns geworden. Pfarrer zu sein war für Sie nicht nur Beruf, sondern Berufung aus ganzem Herzen."

Dem Beruf treu geblieben

"Mit der Priesterweihe sind Sie einem Ruf gefolgt und diesem bis heute treu geblieben, auch wenn Religion heute nicht gerade Hochkonjunktur hat. Nie ließen Sie sich abhalten, das Wort Gottes zu verkünden", stellte Bürgermeister Franz Kuhn heraus. Immer habe Pfarrer Amberg ein offenes Ohr, Verständnis und Aufgeschlossenheit für alle Bürger gezeigt, in schweren Stunden Trost und Mut gespendet. Das gedeihliche Miteinander würdigte die Gemeinde mit der höchsten Auszeichnung, der Verleihung der Ehrenbürgerschaft im Jahr 2008, betonte Kuhn und wünschte dem Jubilar für die Zukunft Gottes Segen.

Ein unerlässlicher Partner

Die Anerkennung der Vereine hob Fabian Wahler heraus: "Bei unseren Veranstaltungen waren Sie nicht nur Gast, sondern wirkten bei Fahrzeugweihen, Festgottesdiensten und Grußworten mit. Für uns waren Sie verlässlicher und unerlässlicher Partner, Helfer und Ratgeber."
Sichtlich berührt dankte Pfarrer Amberg für die vielen Wünsche und bat, die Freude an Gott weiter zu geben. "Stellt euch weiter unter Gottes Schutz und Segen und lasst euch in der Zuwendung zu Gott und den Nächsten nicht beirren!", bat er und dankte allen, die mit ihm das Jubiläum feierten.

Zeit für Gespräche

Von der Kirche zog die Festversammlung - angeführt vom Spielmannszug des Faschingsclubs - zur Turnhalle, wo die Blaskapelle zu Begegnung und leiblicher Stärkung aufspielte. Hier hatten alle Gäste ausreichend Möglichkeit, dem Jubilar zu gratulieren und sich untereinander auszutauschen.