Zügig winkten die Mitglieder des Hauptausschusses für Bau, Ökologie und Verkehr etliche Projekte durch. Vor allem für die Sanierung der Dreifach-Turnhalle vergaben die Stadträte eine ganze Reihe an Arbeiten. Aber auch ein anderes Projekt wird angepackt: Die Heppengasse wird endlich saniert.

Seit dem Jahr 2011 ist die Maßnahme im Gespräch. Schon damals wurde mit den Anliegern über eine Sanierung gesprochen.
"Die Anwohner haben sich einen einfachen Ausbau gewünscht", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU). Dass aber etwas getan werden muss, ist klar. Seit Jahren wird der Weg mit Bitukies aufgefüllt, der sich wegen der Hanglage aber immer wieder verflüchtigt. Nun soll die Straße ausgebaut und ein Geröllfang errichtet werden.

Anlieger werden informiert

Einstimmig vergaben die Ausschuss-Mitglieder die Bauarbeiten an die Firma Bindrum aus Hammelburg. Das Unternehmen hatte mit rund 161.680 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Darin enthalten sind die Kosten für den Straßenbau (rund 118.152 Euro), den Geröllfang (rund 17.110 Euro) und die Verlegung von Versorgungsleitungen für Wasser und Gas durch die Stadtwerke (rund 26.420 Euro). Die Kosten werden zum Teil auf die Anlieger umgelegt. "Wir werden so bald wie möglich die Anlieger informieren", kündigte Karl Heinz Weismantel vom städtischen Bauamt an.

Saniert wird auf einer Länge von 300 Metern. Auch die Straßenbeleuchtung, die bisher fehlte, werde im Zuge der Arbeiten ergänzt, sagte Weimantel. In der kommenden Woche nimmt die Baufirma die Straße in Augenschein. Anfang September geht es dann los. "Bis zum 1. November soll es fertig sein", steckte Weißmantel einen Zeitrahmen ab. Für die Anwohner werde eine Umleitung über das Obertor eingerichtet.

Der Markt ist in Bewegung

Für Erklärungsbedarf sorgte die zum Teil erhebliche Abweichung der Kosten von den Berechnungen im Vorfeld. "Wir entscheiden heute über eine Summe von gut 1,7 Millionen", stellte Stadtrat Jürgen Pfister (PWG) fest. Bei einigen Aufträgen käme die Stadt günstiger weg, bei anderen Projekten wiederum hätten die Preise stark angezogen, sagte Pfister weiter.

"Der Markt ist nicht mehr derselbe", erklärte Weismantel. Habe es früher noch einen Unterschied gemacht, ob ein Auftrag im Winter oder im Sommer ausgeschrieben worden sei, so gelte das heute nicht mehr. Am Beispiel der Sanierung der Dreifach-Turnhalle zeigte er auf, wie die Preise variieren. Ging die Stadtverwaltung im Jahr 2009 noch von Baukosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro aus, so verteuerte sich das Projekt bis heute auf 3,1 Millionen Euro. Rund 321.00 Euro habe die Stadt aber schon wieder eingespart, machte Weismantel deutlich, weil einige Firmen deutlich günstigere Angebote abgaben, als erwartet.

Pfister und seine Kollegen waren mit dieser Erklärung zufrieden. "Es bleibt doch ein Großteil der Aufträge in der Region", freute sich Pfister. "Das ist das Wichtigste."