"Die langen Wege zu den RTZV in Schweinfurt bzw. Bad Kissingen kosten viel Zeit. Außerdem fördert eine eigene Einsatzstelle die Brieftaubenzucht", stellte der Reininger, der das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm, heraus.
Zu Reinigers Stellvertreter wählten die Teilnehmer Ludwig Zehe aus Arnshausen, während Burkard Härter Kassen- und Schriftwesen übernahm. Das Gründungsprotokoll regelte ferner Beitrittsmodus, Höhe der Beiträge, den Namen "Schlagtreue" und die Eingliederung in die Reisevereinigung (RV) Schweinfurt.

Dort - so weist die Vereinschronik aus - etablierte sich der neue Verein rasch. Wolfgang Reith (Ebenhausen) und Ludwig Zehe wurden RV-Vereinsmeister. Als 1962 die Stückgutabfertigung am Bahnhof in Poppenhausen eingestellt wurde, musste die Einsatzstelle nach Ebenhausen verlegt werden. Mitglieder aus Hambach, Kützberg und Oberwerrn verließen den aufstrebenden Verein.

1967 schloss das Bahnhofshotel in Ebenhausen. Der Verein wählte Eltingshausen als seinen neuen Sitz und wechselte 1969 wegen der kürzeren Entfernung zur Reisevereinigung Bad Kissingen. Sowohl dort als auch später in Schweinfurt - dorthin kehrte der Verein wieder zurück - errangen die Sportler bis heute überragende Resultate.


Nachwuchssorgen

"Wir können stolz auf unser 60-jähriges Bestehen sein. Unsere Aktiven investieren täglich viele Stunden in ihr Hobby. Nur so lassen sich die großen Erfolge erzielen", sagte Vorsitzender Hermann Wolf bei der Feier und ergänzte: "Wie andere Vereine haben wir Nachwuchssorgen. In einigen Familien läuft die Tradition der Brieftaubenzucht weiter. Über neue Interessenten würden wir uns sehr freuen. Im Moment zählen wir sechs Schläge mit 15 Aktiven. Unverzichtbare Stütze für uns sind die passiven Mitglieder, die unsere Arbeit begleiten."

70 Gäste kamen zum Jubiläum, darunter der Regionalvorsitzende Harald Herbach aus Reichenberg bei Würzburg und eine Vertretung des Patenvereins Waigolshausen. Die frohe Stimmung verdeutlichte: Der kleine Verein hat noch viel vor, um die Erfolgskette fortzusetzen.