Tausende Besucher säumten die Straßen entlang des Faschingsumzugs unter dem Motto "Hüttengaudi - wir feiern wie noch nie" des Faschingsclubs Ebenhausen (FCSH). 23 Gruppen zogen durch den Ort und verbreiteten ausgelassene Freude. Voll auf ihre Kosten kamen die Kinder, die reichlich mit Süßigkeiten verwöhnt wurden.

In den letzten Wochen hatten die Verantwortlichen des FCSH den Gaudiwurm vorbereitet: Vereine aus dem Ort und Umgebung zum Mitmachen aufgerufen sowie die eigenen Gruppen mobilisiert. Einmal mehr stand die Ebenhäuser Feuerwehr unter ihren Kommandanten Sebastian Wetzel und Kai Niedergesäß zur Seite, um den Verkehr zu regeln.

Sitzungspräsidentin Silvia Reith startete vom Führungswagen aus mit ihrem Stellvertreter Matthias Besler und Bürgermeister Franz Kuhn mit einem dreifachen "Ebenhausen Helau" den Zug, den fünf Musikkapellen, nämlich die Musikvereine Egenhausen/Schleerieth und Oerlenbach, die Blaskapellen Pfersdorf und Ebenhausen sowie der Spielmannszug des FCSH in tollen Kostümen bereicherten. Mit dabei waren die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen und Eltern als "Musik-Weltstars" wie Tina Turner, Michael Jackson und Udo Lindenberg. Die Blaskapelle Ebenhausen machte als Filmstars schon einmal Werbung für ihr Konzert am 22. April.


Schlümpfe aus dem Bauwagen

Unter dem Motto "Unglaublich, aber wahr - zwei Sportvereine wachsen zusammen" verdeutlichten TSV Ebenhausen und TSV Oerlenbach die erfolgreich gebildete Spielgemeinschaft. Dazu gesellte sich noch die Garde des TSV Ebenhausen. Als blaue Schlümpfe mit dem Zusatz "gehasst - verdammt - vergöttert" erfreute die Bauwagengruppe Ebenhausen.

"Selbst ist der Mann" verdeutlichten 16 Damen als "Schlaglochkiller" mit Schubkarren, Baumaterialien und Absperrungen unter der Devise: "Frauen denken rationell und reparieren die Straßen ganz, ganz schnell." In Anspielung auf die Grüngutsammelstelle des Landkreises stellten sie fest: "Der ganze Landkreis bringt sein Dreck. Die Forststraße ist schon ganz verreckt."

Nicht verschont blieb die Gemeinde: "Die LKW am Sportplatz sind jetzt fort. Dafür stehen Stangen für Spargelanbau dort." Dazu noch: "Wir holen uns von der Gemeinde die Steuergelder und reparieren unsere Straßen selber". Auch das Straßenbauamt blieb nicht verschont: "Auch an die Schilder haben wir gedacht, anders als es das Bauamt bei der B 19 gemacht."

Für Heiterkeit sorgte eine Zahnarzt-Gruppe als "weiße Engel" mit dem Resümee einer Patientin als Königin: "Mein Zahnarzt meint, ich bräucht 'ne Krone. Endlich einer, der mich versteht."


Gardemädchen in allen Größen

Aus Nachbarorten erhielt der Gaudiwurm Verstärkung wie mit Après-Ski-Wagen der Feuerwehr Maßbach, mit "Zombies" aus Poppenhausen oder einem Westernwagen aus Hambach.

Stark vertreten war natürlich der Ausrichter, der FCSH selbst mit seinem Bahnexpress, Purzel-, Kinder-, Jugend- und Prinzengarde, Kanonier Holger Linsner und seinem Prinzenpaar mit Christina I. (Christina Winter) und Kevin I. (Kevin Linsner), die strahlend ihrem Volk zuwinkten, ehe ihre Regentschaft am Aschermittwoch endet. An mehreren Stationen konnten sich die Besucher stärken oder am Ende mit den Akteuren in Ortsmitte in froher, geselliger Runde feiern.