Nur zwei Monate nach der Jahreshauptversammlung in Oberelsbach beschritt der neu gewählte Vorstand des Rhönklubs für die Region Saale-Sinn (RSS) zwangsläufig Neuland, indem er erstmals eine virtuelle Vorstandssitzung veranstaltete. Da persönliche Zusammenkünfte corona-bedingt untersagt und keine Gaststätten geöffnet sind, war die konstituierende erste Vorstandssitzung nur per Videokonferenz möglich.

Der neue RSS-Vorsitzende Bernhard Walter (Oberweissenbrunn) und die neue Schriftführerin Kathi Cavallo (Kilianshof) hatten Etliches vorzubereiten, technisch und inhaltlich, um dann nahezu alle Vorstandsmitglieder optisch und akustisch zusammenzuschließen. Nur drei der insgesamt dreizehn Vorstandsmitglieder konnten aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen.

Nach kurzer Begrüßung und letzter Einweisung in die technische Verfahrensweise konnte die Jahresabschlusssitzung beginnen, bei der gleichzeitig die Vorhaben im bevorstehenden Wanderjahr abgestimmt wurden. Walters Vorgänger und jetziger Stellvertreter Konrad Tripp (Bad Königshofen) erläuterte die bisherige Arbeitsweise des vorhergehenden Regionsvorstandes, unterstützt vom weiteren Stellvertreter Dieter Büttner (Bischofsheim).

Vorerst wird weiterhin über E-Mails abgestimmt und korrespondiert. Auch werden weitere Videokonferenzen stattfinden, je nach Thema in kleinerem Kreis, jedenfalls solange persönliche Treffen unterbleiben müssen. Der neue RSS-Vorstand mit seinen sechs neuen Mitgliedern hat sich trotz aller Beschränkungen so Einiges vorgenommen.

Bernhard Walter strebt an, den Kontakt zu den Zweigvereinen der Region zu intensivieren, sie mit Informationen zu versorgen, die Mitgliederentwicklung zu fördern und Anregungen zu geben, wie man sich weiterentwickeln könnte. Die Fachwarte sollen Hilfestellung erhalten, wo immer es möglich ist. Der Regions-Vorstand will auch Vermittler sein zwischen der Rhönklub-Basis und dem Hauptvorstand, einschließlich der Geschäftsstelle in Fulda. Das Motto lautet: "Wir wollen konstruktiv, kooperativ und kommunikativ zusammenarbeiten."

Der neue Regions-Vorsitzende hatte wenige Wochen nach der Wahl alle Regions-Zweigvereine angeschrieben und ihnen erklärt, wie er sich die zukünftige Regionsführung und Arbeitsweise vorstellt. Gleichzeitig ermunterte er sie, "die Dinge anzusprechen, welche vorrangig geklärt, entwickelt und geregelt werden sollten" - auf allen drei Rhönklub-Ebenen. Beigefügt war eine von Kathi Cavallo erarbeitete Vorstellung des neuen Regions-Vorstandes.

Walter berichtete darüber, dass im Vorfeld der Sitzung des Hauptvorstands in Fulda am 3. Dezember mit einigen RSS-Vorstandsmitgliedern eine textliche Anpassung der Rhönklub-Ehrenordnung erarbeitet und Vorschläge zur Vereinheitlichung des Rhönklub-Logos gemacht wurden (Corporate Identity), und dass Kathi Cavallo ein verbessertes Antragsformular für Ehrungs-Anträge erstellt hat. Außerdem soll der Rhönklub-Kalender auf Antrag des Zweigvereins Würzburg zukünftig direkt von der Geschäftsstelle, die über alle Mitglieder-Daten verfügt, an die Rhönklub-Mitglieder nach Hause versandt werden.

Diese Anliegen hat er dort vorgetragen, und der Hauptvorstand hat zugestimmt. Nach kleinen Textanpassungen auf Wunsch des Präsidiums wurde auch die neue Ehrenordnung genehmigt. Ob der Direktversand der Kalender technisch umgesetzt werden kann, wird von der Geschäftsstelle noch geprüft.

In der regionalen Wegearbeit, in der der Rhönklub und der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Rhön (NBR) zusammenarbeiten, sah man in einigen Bereichen Handlungsbedarf. Es gab zwei Rücktritte und zwei wichtige personelle Wechsel beim Verein NBR in weniger als zwei Jahren.

Die beiden neu gewählten Regionswegewarte,Martin Brenner und Manfred Schreiner, benötigen aktuelles Kartenmaterial vom NBR und werden deswegen mit dem neuen NBR-Wanderwege-Koordinator, Alvaro Sánchez, der vertraglich als kommissarischer Hauptwegewart fungieren soll, Kontakt aufnehmen. Nach seiner Neueinstellung und Einarbeitung wird er dem Rhönklub aber erst ab Anfang 2021 zur Verfügung stehen.

Da die RSS vier Wegeregionen hat, ist man noch auf der Suche nach zwei weiteren Regions-Wegewarten. Walter äußerte sich erfreut, dass die RSS nach längerer Zeit wieder einen Regionspressewart hat und nun die Öffentlichkeitsarbeit voranbringen kann.

Die Terminplanung für 2021 ist wegen der Pandemie und den damit verbundenen Beschränkungen stark erschwert. Sie wird sich an der weiteren Entwicklung mehr oder weniger kurzfristig orientieren müssen. Das erste konkret angesetzte Wanderereignis, die RSS-Wanderjahreröffnung am 17. Januar auf dem Kreuzberg, musste bereits abgesagt werden. Was wann und wo im kommenden Jahr stattfinden kann, wird rechtzeitig in den Zeitungen veröffentlicht.