Eigentlich hätte die Rhönallianz gerne alle drei Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis zu Besuch gehabt. Am Ende kam nur Sabine Dittmar (SPD). Dorothee Bär (CSU) sagte kurzfristig ab. Sie sei zu einem Termin mit der Kanzlerin geladen worden, erklärte Paul-Bernhard Wagner von Bärs Abgeordnetenbüro. Manuela Rottmann (Grüne) hatte schon länger signalisiert, an der Sondersitzung im Wildfleckener Rathaus aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen zu können. Landrat Thomas Bold und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (beide CSU) sowie Fachvertreter waren aber gekommen.

Drei Kläranlagen gibt es im Oberen Sinngrund, sie alle sind deutlich in die Jahre gekommen und müssten ersetzt werden. Die Kläranlage in Trübenbrunn, die die Stadtwerke Bad Brückenau betreiben, hätte das Potenzial, das gesamte Abwasser von Wildflecken bis Bad Brückenau zu behandeln, erklärte Allianzmanager Uwe Schmidt. So könnte der Wildbach Sinn weitgehend von Einleitungen frei gehalten werden. Eine Zusammenarbeit beim Klärschlamm schwebt den acht Allianzgemeinden ebenfalls vor.

Die Rhönallianz hat in einer Studie untersuchen lassen, ob ein gemeinsames Abwasserkonzept Sinn macht. Mehrere Möglichkeiten liegen auf dem Tisch, darunter der Anschluss der Gemeinden Wildflecken und Riedenberg ans Kanalnetz der Stadt Bad Brückenau. Doch die bestehende Kanäle könnten die Wassermassen wohl gar nicht fassen und so steht auch der Bau eines komplett neuen Kanals, der an Bad Brückenau vorbei bis nach Trübenbrunn führt, im Raum. Das Problem ist: Die ökologischste Variante - ob nun Anschluss oder ein eigener Kanal - ist auch die teuerste.