Die Walddörfer Wanderwege erstrahlen in neuem Glanz. Wanderer können sich nun an komplett erneuerten Wanderwegmarkierungen auf der gesamten Südseite des Kreuzberges orientieren. Bürgermeisterin Sonja Reubelt ist stolz auf die Ehrenamtlichen des Rhönklub Zweigvereins Walddörfer, die seit über einem Jahr weit mehr markiert und überarbeitet haben, als in ihrem Verantwortungsbereich liegt. Denn sie haben auch die Naturparkwege mit überarbeitet.

Im Gebiet Salzforst - Kreuzberg - Kissinger Hütte sind rund 150 Kilometer markierte Wanderwege angelegt. Gut die Hälfte des Wegenetzes machen mit  etwa 71 Kilometern die Rhönrundwege (Naturparkwege) aus.  Der Rhönklub Zweigverein Walddörfer pflegt und markiert die Rhönklubwege (33 Kilometer), pflegt die Markierung am Naturerlebnispfad und und ist auch für die Premiumwege (19 Kilometer) zuständig. Bereits seit 2015 verwenden die Rhönklub Wegewarte dafür die neue Klebetechnik, die die genagelten Plastikschilder ablöst. Markiert wird nach dem Leitfaden des Deutschen Wanderinstituts, welches Wegzeichen im Abstand von 200 Metern sowie die Bestätigungsmarkierung 50 Meter nach dem Kreuzungsbereich vorsieht. So erkennt der Wanderer das nächste Schild schon aus der Ferne.

Markierungen an Naturparkwegen zugewachsen

Während die Rhönklub- und Premiumwege sehr gut markiert waren, verfielen die Markierungen der Naturparkwege laut dem Zweigverein über die Jahre. "Hinweise an den Naturpark blieben ohne erkennbaren Erfolg", bedauerte die Vorsitzende des Walddörfer Rhönklubs Kathi Cavallo. Im Sommer 2020 ergriff Martin Benner, Wegewart der Region Saale-Sinn sowie beim Zweigverein Walddörfer die Initative. Er begann mit Herbert Holzheimer die Naturparkwege um Langenleiten freizuschneiden und neu zu markieren. Das Material stellte der Naturpark Bayerische Rhön zur Verfügung. Kathi Cavallo markierte rings um Kilianshof neu. Im Frühjahr diesen Jahres folgten die Naturparkwege um Waldberg, Sandberg und Schmalwasser.

Wege neu zu markieren ist besonders zeitaufwendig. Von März bis Mai 2021 waren Martin Brenner und Thomas Zehe (Wanderwart des Walddörfer Rhönklubs) rund 230 Stunden für das Naturpark-Wegenetz unterwegs. Das Material stellte wiederum der Naturpark zur Verfügung.

Markierungen vereinheitlicht

Um die gesamte Südseite des Kreuzbergs auf einen einheitlichen Stand zu bringen, waren die beiden Wegewarte abschließend zwischen Kreuzberg, Guckaspass und Kissinger Hütte unterwegs und unterstützten dadurch die benachbarten Zweigvereine Wildflecken und Oberbach. Martin Benner ist froh, in Thomas Zehe einen engagierten Mitstreiter gefunden zu haben. "Wir sind ein Superteam", lacht er.

Die Arbeit als Wegewart mache ihm viel Freude. Besonders schön seien die Begegnungen mit Wanderern und Mountainbikern. "Wanderer bleiben auch schon mal stehen und interessieren sich für die Arbeit. Sie wollen wissen, wie die Markierungen angebracht werden und fragen nach. Mountainbiker rufen im Vorbeifahren uns ihren Dank zu", beschreibt es Benner. Gerade diese Art der Wertschätzung und Anerkennung mache die Arbeit wertvoll und nachhaltig. "Wir tun es für die Menschen, die in der Rhön wandern", fasst er es zusammen. Der Naturgenuss sei für ihn ein Zugabe, an der er sich jeden Tage erfreue. Auf dem Feuerberg in die Weite blicken, von der Wasserkuppe über den Heidelstein bis zum Kreuzberg, das sei für ihn Genuss pur und da mache das Arbeiten auch Freude.

Für Benner als Regionswegewart war es wichtig, die Beschilderung zu vereinheitlichen. Das heißt, Markierungen werden an einer Stelle zusammengefasst. Dass die Abstimmungen hierfür nicht immer einfach sind, dass es je nach Landkreis und beteiligter Kommune auch andere Zuständigkeiten gebe, mache es unübersichtlich.

Umso dankbarer ist Bürgermeisterin Reubelt, dass der Rhönklub Zweigverein Walddörfer sich der Aufgabe annimmt. Sie konnte aus eigener Erfahrung berichten, dass gerade die Schmalwasserer sehr dankbar für die neuen Markierungen sind, war es doch hier lange nicht auf Stand. "Gute Wegemarkierungen, verständlich und vollständig, sind für unseren Tourismus eine wichtige Voraussetzung", betonte Reubelt. Rund um die Walddörfer ist das nun wieder garantiert.