Bad Kissingen
Unesco

Regionalbesuch von Landtagspräsidentin Ilse Aigner in Unter- und Mittelfranken: Fokus auf Bad Kissingen

Eine Delegation um die Landtagspräsidentin bereist kommende Woche Unter- und Mittelfranken. Die zentrale Veranstaltung und ein Großteil der Programmpunkte führen ins Staatsbad. Welche besondere Gründe das hat.
Als Ministerin war Ilse Aigner bereits in Bad Kissingen, jetzt kommt sie als Landtagspräsidentin zu Besuch in die Kurstadt und gibt einen Bürgerempfang.
Als Ministerin war Ilse Aigner bereits in Bad Kissingen, jetzt kommt sie als Landtagspräsidentin zu Besuch in die Kurstadt und gibt einen Bürgerempfang. Foto: Peter Kneffel/dpa

Als Ministerin ist Ilse Aigner (CSU) bereits öfter nach Bad Kissingen gekommen, am Montag und Dienstag besucht sie als Landtagspräsidentin die Welterbestadt. Die Visite ist Teil der Regionalbesuche, die das Landtagspräsidium regelmäßig in die bayerischen Regierungsbezirke unternimmt. Diesmal geht die Reise nach Unter- und Mittelfranken, wobei Bad Kissingen den Schwerpunkt darstellt. "Der ausschlaggebende Punkt, nach Bad Kissingen zu gehen, ist das Welterbe", erklärt Caroline Kubon. Pressesprecherin beim Bayerischen Landtag. Für Aigner ist es der erste Besuch seit der Ernennung durch die Unesco im Sommer 2021.

"Das Landtagspräsidium macht die Regionalbesuche mit dem Gedanken, in alle Regionen in Bayern zu gehen, mit den Leuten dort ins Gespräch zu kommen und deren Belange wieder mit in den Landtag zu nehmen", erklärt Kubon. Die Bewältigung der Coronakrise und der Rückhalt für die Demokratie angesichts rechtsextremer und verschwörungsideologischer Bewegungen und Fake News seien wichtige Themen, für die Aigner auf dem Besuch werben wolle. Unter- und Mittelfranken waren jetzt regulär an der Reihe, Bad Kissingen habe sich als Schwerpunkt angeboten, wegen des Welterbe-Titels, wegen seines historischen Erbes, aber auch wegen seiner Bedeutung als Gesundheits- und Tourismusstandort. "Es spielt eine wichtige Rolle in der Region", sagt sie. Deshalb lädt die Landtagspräsidentin am Montagabend auch zu einem Bürgerempfang in den Regentenbau ein.

Zentraler Empfang im Regentenbau

Acht Stationen stehen für die Delegation auf dem Programm, drei davon in Bad Kissingen. Am Donnerstagabend gibt es zunächst eine Welterbeführung, danach findet der Bürgerempfang im Max-Littmann-Saal statt. Vertreter von Verbänden und Vereinen und ehrenamtlich engagierte Bürger vor allem aus der Region um Bad Kissingen sind hierzu eingeladen.

Am Dienstag ist vor der Weiterreise zudem eine Firmenbesichtigung geplant, bei dem international tätigen Bad Kissinger Medizingeräteproduzenten Geratherm Respiratory. Das Unternehmen mit 27 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von vier Millionen Euro hat sich auf medizinische Geräte zur Untersuchung vor allem der Lunge spezialisiert. "Durch Corona ist das Interesse darauf gekommen", erklärt Kubon. Grundsätzlich gehe es bei Unternehmensbesuchen darum abzufragen, "was Firmen im ländlichen Raum brauchen, um auf dem Markt zu bestehen."

Das die Welterbestadt als Schwerpunkt ausgewählt wurde, überrascht den Landtagsabgeordneten für Bad Kissingen und Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (CSU) nicht. Und: "Bad Kissingen als Medizinstandort hat da tolle Unternehmen vorzuzeigen", betont er.

Dass mit dem Bürgerempfang die zentrale Veranstaltung für Unter- und Mittelfranken im Bad Kissinger Regentenbau stattfindet, sorgt im Rathaus für gute Laune. "Das zeigt den hohen Stellenwert, den die Stadt Bad Kissingen in der politischen Wahrnehmung durch den Freistaat Bayern einnimmt", kommentiert Rathaussprecher Thomas Hack den hohen Besuch. Der Bürgerempfang im Regentenbau zeuge davon, was für eine großartige Kulisse das Staatsbad für repräsentative Veranstaltungen bieten könne.