Die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage "Lauerbach" war zentrales Thema in der Gemeinderatssitzung in Fuchsstadt. Eine weitere Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Entwurf des Bebauungsplans legte Geografin Marlene Theiner vom Augsburger Büro Opla dazu auf. Eine ausgedehnte Debatte legte dar, dass nicht alle Räte das Projekt in der vorgelegten Form befürworten.

Für das Sondergebiet , das bis zu 17.000 Haushalte mit regenerativem Strom versorgen kann, sind circa 48 Hektar Photovoltaik-Fläche und rund 20 Hektar Grünland vorgesehen. Sichtgeschützt und in Nachbarschaft der Windkraftanlagen, ist das Areal mit Durchquerungsmöglichkeiten ausgestattet, wie beispielsweise den Fernwanderweg Würzburger Haus, und verfügt über mehrere, vernetzte Biotope.

Jeweils drei Gegenstimmen

Von der Maßnahme sind weder Wasser-, noch Naturschutzgebiete betroffen, den artenschutzrechtlichen Belangen wird Rechnung getragen. Ein Grünordnungsplan ist mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen. Die Gehölz-Strukturen bleiben erhalten, hinzu kommen wegebegleitende Grünstreifen, Eingrünungen, Wildkorridore und der Erhalt einer Ackerfläche.

Gegen die Änderung des Flächennutzungsplans und damit die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit votierten drei Gemeinderäte, die Mehrheit war dafür.

Der Eingriffsfläche von 475.000 Quadratmetern stehen nach Verwendung des geltenden Faktors eine Ausgleichsfläche von 115.000 Quadratmetern gegenüber. Wie Theiner ausführte, wurden möglichst eingriffsminimierte Maßnahmen in die Planung integriert. Der Bebauungsplan könnte nach frühzeitiger öffentlicher Auslegung und Beteiligung Träger öffentlicher Belange bis Oktober oder November des Jahres Gültigkeit erlangen. Auch dieser Beschluss fiel gegen drei Stimmen.

Frankens Saalestück: Zwei Sitze für Fuchsstadt

Im Nachgang zu einer Online-Informationsveranstaltung entschied sich das Ratsgremium einmütig für den Abschluss der Zweckvereinbarung zu "Frankens Saalestück". Der für die Förderung des Landkreis-Tourismus' zuständige Zweckverband soll umstrukturiert werden und eine höhere personelle und finanzielle Ausstattung erhalten. Bürgermeister René Gerner (ZAG) unterstrich: "Uns geht es um die Verstärkung unserer Region." Mit der Neugestaltung erhält Fuchsstadt neben dem Bürgermeister einen zweiten Sitz in der Institution, den Gemeinderätin Eva-Maria Conrad (ZAG) inne hat.

Dem Neubau einer Fahrzeug- und Geräte-Abstellhalle in der Industrie-Straße gab das Ratsgremium einschließlich der benötigten Befreiungen grünes Licht. Abgelehnt wurde hingegen der Wohnhaus-Neubau mit Garage und Nebengebäude "Am Bendel". Mehrere Befreiungen wurden nicht gewährt.

Im Zuge der Sitzung behandelte und beschloss der Gemeinderat auch die Empfehlungen des Bauausschusses, darunter die Baumeinfassung auf dem Parkplatz vor der Raiffeisenbank. Der Ausschuss ist der Meinung, die Einfassung sollte vergrößert und begrünt, der Bordstein in Richtung Rathaus abgesenkt werden. Dieses Vorgehen erhielt mehrheitliche Zustimmung.

Zufahrt: Asphaltschicht und 10 km/h

Die Zufahrt zur Papierfabrik und den Kleingartenanlagen erhält zwecks Verbreiterung der Kurve eine Asphaltschicht. Der Bauausschuss empfahl außerdem eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 10 km/h wegen hoher Staubentwicklung und Nutzbarkeit nur für Anlieger. Dazu waren sich die Räte einig. Die Zufahrt "Im Gründlein" möchte der Ausschuss ausbauen lassen, um Lkw-Stellplätze zu schaffen. Hier will der Rat vor seiner Entscheidung erst ein Kostenangebot einholen.

Die Zaunanlage um den "Brunnen 1" ist marode und sollte erneuert werden. Nach Ortseinsicht forcierte der Ausschuss einen Metallzaun. Innerhalb der Umzäunung wünschte er sich eine Blühwiese. Vom Tor bis zum Brunnengebäude könnte ein Pflasterweg entstehen. Dafür konnten sich auch die Räte erwärmen.

Mängel am Rathaus: Angebote einholen

Der Sockelanstrich am Rathaus löst sich, und an den Giebeln sind erneut Verfärbungen zu erkennen. Der Sockel sollte vom Anstrich befreit und mit Steinfestiger behandelt werden. Der Grund für die Giebelverfärbung ist nach Ansicht eines Sachverständigen Kupfer-Patina, die heruntertropft. Um die Mängel zu beseitigen, will die Gemeinde ein Angebot einholen.

Die Umfahrung der Firma Stöth "Im Gründlein" soll bis zur Einmündung "An der Trie" nicht mehr von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen befahren werden. Der Bauhof wird eine entsprechende Beschilderung anbringen, war das einstimmige Votum der Räte.