"Sie haben vom ersten Tag an unseren Kindergarten begleitet und seit 1976 im Vorstand verantwortungsbewusst und weitsichtig mitgearbeitet. Wir verleihen Ihnen als äußeres Zeichen die Ehrenmitgliedschaft." So würdigte Holger Zwirlein als Vorsitzender des Action-Kindergarten die Dienste von Pfarrer Balthasar Amberg. Diakon Klaus Eckert überreichte zudem die Ehrennadel des Caritasverbandes in Gold.

Pfarrer Amberg war 1973 nach Ebenhausen gekommen und hatte am 16. September Turnhalle und Kindergarten - beide gerade fertig geworden - eingeweiht. Mit Gottesdienst, Festakt und Tag der offenen Tür beging der Action-Kindergarten vorgezogen das 40-jährige Bestehen, nachdem Pfarrer Amberg zum 1. August in den Ruhestand wechseln wird.

Musik und Spiel

Zum Auftakt des Jubiläums fand ein Familiengottesdienst statt, bei dem 300 Besucher die Turnhalle bis auf den letzten Platz füllten. Im Spiel "Konferenz der Steine" verdeutlichten Erzieherinnen und Kindergartenkinder, dass jeder Stein der wichtigste sein möchte, aber erkennen muss, sie nur zusammen zu einem großen Haus werden können. Vergleichbar hätten viele beigetragen, dass der Kindergarten allen so viel Spaß mache. Das Dankamt gestaltete die Fago-Band Shalom unter Johannes Kessler aus.

Vorsitzender Holger Zwirlein erinnerte an die Anfänge des Kindergartenwesens in Ebenhausen. 1971 war ein Trägerverein gegründet worden, der sich zunächst den Bau eines Kindergartens als Ziel gesetzt hatte. "Diese Initiative fiel genau in die Phase des gemeindlichen Umbruchs, als sich Ebenhausen in die Einheitsgemeinde Oerlenbach eingliederte. Zügig liefen Grunderwerb, Planung und Umsetzung einschließlich der Außenanlagen. Am 16. September 1973 fand die Einweihung statt", fasste Zwirlein zusammen. "Da waren Sie, Herr Pfarrer, gerade nach Ebenhausen gekommen. Es war Ihre erste Handlung im Ort." Immer wieder hätten Bürokratie und knappe Finanzen die Arbeit erschwert. Trotzdem sei es gelungen, den jeweiligen Erfordernissen wie Anschaffungen und Gebäudesanierungen Rechnung zu tragen. Immer sei es Ziel gewesen, das Bestmögliche für die Kinder zu schaffen. Dies gelte für Vorstand, Elternbeirat und Erziehungsteam bis heute. "Eure tolle Arbeit verdient unser aller Respekt", würdigte Zwirlein im Blick auf die Erzieherinnen mit Leiterin Daniela Koch und deren Vorgängerin Mechthild May-Erhard. Er ergänzte: "Sie, Herr Pfarrer, standen vom ersten Tag an zur Seite. Ihren Einsatz über vier Jahrzehnte würdigen wir mit der Ehrenmitgliedschaft. Sie sind unser erstes Ehrenmitglied."

Für Benachteiligte

"Kinder sind das Wertvollste, was wir haben. Für sie lohnt sich jeder Dienst, um sie auf das Leben vorzubereiten", stellte Diakon Klaus Eckert im Auftrag des Diözesancaritasverbands fest. Die Caritas sehe sich als Einrichtung, die sich bei Katastrophen und für Benachteiligte einsetze gemäß dem Slogan "Not sehen und handeln". Dieser Devise habe sich in beispielhafter Weise Pfarrer Amberg verschrieben. Dank dafür erhält er das Ehrenzeichen in Gold.

"Ich bin überrascht, ja überwältigt", gestand Pfarrer Amberg. "Als ich nach Ebenhausen kam, war der Kindergarten gerade fertig. Seit dem ist in den 40 Jahren viel eingebracht worden", lobte er. Viele hätten beigetragen, dass es nun einen schönen Kindergarten gebe, der nach wiederholten Renovierungen modernen Ansprüchen gerecht werde. Viele finanzielle Kraftakte seien gemeistert worden.

Die Familie vermittle Liebe und Geborgenheit und sei Keimzelle der Gemeinschaft. "Ich konnte mich auf viele verlassen, vor allem auf die Vorsitzenden Manfred Niedergesäß, Anton Deisinger, Franz Hennig, Michael Reindel, Johannes Kessler, Marion Kennaugh und Holger Zwirlein sowie auf alle weiteren Vorstandsmitglieder und die Erzieherinnen", rundete der Geistliche ab.

Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Franz Kuhn. Seit 40 Jahren habe der Trägerverein bewiesen, mit laufenden Sanierungen den Anforderungen zu entsprechen. Immer stand die Kommune mit Personal- und Baukostenzuschüssen zur Seite. Immer habe der Verein erkannt: Die Kleinsten sind unsere Größten. Als Zeichen des Dankes überreichte Kuhn schließlich einen Scheck der Gemeinde.

Im weiteren Verlauf konnten sich die Gäste durch den Kindergarten führen lassen, um alle Räume und Außenanlagen mit ihrer Ausstattung kennen zu lernen. Vor allem die neu geschaffene Kleinkindgruppe beeindruckte. Viele Bildtafeln und Fotomappen erinnerten an die einzelnen Kindergartenjahre. Dazu gab es Workshops wie die sich Klammersonnen, Fangbechern, Malstationen, Bogensägearbeiten und Pfeifenputzer blumen widmeten. Stärkungen aller Art lockten, um bei herrlichem Wetter das frohe Miteinander zu genießen.