Seit fast zehn Jahren ist ein neues Feuerwehrhaus in Oehrberg im Gespräch. Nun soll es endlich voran gehen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung im Januar beschloss das Gremium, in den kommenden Jahren ein zweites Fahrzeug für die Wehr zu kaufen, um Fördermittel abgreifen zu können. Die Redaktion hat nachgefragt, wie die derzeitige Situation um das Vorhaben ist.

Feuerwehrhaus Oehrberg: Welche Kosten kommen auf die Kommune zu?

Etwa 850 000 Euro soll das Projekt kosten. Geplant ist, einen Neubau im Altort in der Nähe der alten Schule zu errichten. Ob es bei den Kosten bleibt, ist derzeit unklar. "Wir müssen dafür einige Gebäude abbrechen. Man weiß nie, was dabei zum Vorschein kommt", meint Daniel Wehner (CSU), Bürgermeister der Kommune. Es könnten beispielsweise asbesthaltige Materialien zutage treten oder alte Güllegruben, die aufgefüllt werden müssen.

Auch zur Förderhöhe lässt sich derzeit keine genaue Angabe machen. "Es gibt Gelder über das Programm "Innen statt Außen" vom Amt für ländliche Entwicklung." Fix ist derzeit bislang die Fördersumme für die beiden Stellplätze. Dafür gibt es jeweils 57 750 Euro. "Start soll im Frühjahr sein", sagt Wehner. Zuvor braucht es noch grünes Licht seitens der Regierung.

Lange Vorgeschichte

Bernd Müller, Marktgemeinderat aus Stralsbach kommentierte das Projekt in der jüngsten Gemeinderatssitzung: "Es wird Zeit, dass wir anfangen." Denn das Bauvorhaben hat eine längere Vorgeschichte. Schon 2012 stellte die Oehrberger Wehr einen Antrag für die Modernisierung ihres Feuerwehrhauses. Vier Jahre später bewilligte die Kommune schließlich den An- und Umbau. Geplant war, das Gebäude bedarfsgerecht zu erweitern. Ein neues Dach, eine Heizung und ein Jugendraum waren Teil des Konzepts. Bis 2019 tauchte das Thema mehrfach in der öffentlichen Debatte auf. Dabei geriet ein vollkommen neuer Standort des Feuerwehrhauses in den Fokus.

Neuer Standort für das Feuerwehrhaus

Statt wie bislang den bestehenden Altbau umzubauen, entdeckten die damaligen Entscheidungsträger den Charme des Altorts. "Wir haben überlegt, wo es sinnvoll ist. Der Standort nordöstlich der Kirche neben der alten Schule war einfach attraktiver", sagt Daniel Wehner (CSU), Bürgermeister der Kommune. Denn der Neubau werte den Kern Oehrbergs auf und zudem erweise sich die Nähe zur alten Schule als vorteilhaft. Diese nutzen die Floriansjünger für Schulungen. Auch der Brandschutz lasse sich mit dieser Variante während der Bauarbeiten aufrechterhalten. Ins Dachgeschoss soll - wie auch von Anfang an geplant - der Jugendraum einziehen.

Das Gebäude soll laut Beschluss aus dem Jahr 2019 etwa 13 auf 20 Meter groß sein.Im Erdgeschoss befinden sich Fahrzeughalle, Lager, Werkstatt, Umkleideräume und Toiletten. Im Obergeschoss finden sich ebenfalls Toiletten für die Jugend und ein Putz- und Lagerraum.

Bürgermeister Wehner (CSU): "Das muss Stück für Stück schnellstmöglich abgearbeitet werden"

"Es dauert immer etwas, bis die Förderprogramme anlaufen. Und die Programme sind dann wieder mit Auflagen verbunden. Wir hatten als Kommune in den vergangenen Jahren sehr viel vor", äußert sich Wehner zu dem Bauvorhaben. Und: "Das muss Stück für Stück schnellstmöglich abgearbeitet werden." Den Bauantrag für das neue Domizil der Oehrberger Wehr genehmigte das Gremium im vergangenen Mai.