Wolfgang Back hat die Prüfung auf Dienstfähigkeit hinter sich. Offen spricht der Bürgermeister des Marktes Bad Bocklet über das Ergebnis: Der Bad Kissinger Amtsarzt habe ihm bescheinigt, dass eine "andauernde Belastbarkeit" nach seiner Krebserkrankung nicht mehr gegeben sei, sagt der 65-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion.

Das Ergebnis der Prüfung auf Dienstfähigkeit wurde in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung am 13. Dezember im nicht öffentlichen Teil verlesen. Der förmliche Beschluss im Gremium soll in der ersten Sitzung Anfang Januar erfolgen. Dann müssen die Ratsmitglieder beschließen, dass sie Back in den Ruhestand versetzen. Am 20. September hatte Back nach reiflicher Überlegung die Gemeinderäte in nicht öffentlicher Sitzung darum gebeten, prüfen zu lassen, ob er als Erster Bürgermeister weiter dienstfähig ist. Die Prüfung fand Anfang Dezember statt. "Ich habe nichts anderes erwartet", sagt Back zum Ergebnis dieser Untersuchung. Schon alle Ärzte, die ihn während der Zeit seiner Krankheit begleiteten, hätten darauf gepocht, dass er künftig kürzertreten muss.
Lange hatte Back während der Genesungsphase noch gehofft, seine ursprüngliche Vitalität zurückzugewinnen. Er wäre gern zurückgekommen, sagt er auch jetzt noch, aber dann nur zu 150 Prozent. "Ich habe diesen Beruf mit Leidenschaft gemacht", äußert er sich über seine 14-jährige Amtszeit als Gemeindechef.
Spaß habe es ihm vor allem deshalb gemacht, weil er das Glück gehabt habe, in einem Gremium zu arbeiten, das - von wenigen Reibereien abgesehen - stets konstruktiv mit ihm zusammenarbeitete.


Wahl wohl nicht vor Mai

"Es sieht so aus, dass Wolfgang Back wohl in den Ruhestand versetzt wird", sagt der amtierende Bürgermeister Andreas Sandwall auf Anfrage. Dennoch müsse der Beschluss erst vollzogen werden. Sollten die Ratsmitglieder sich dafür entscheiden, müssen Neuwahlen anberaumt werden, so Sandwall weiter. Diese würden jedoch voraussichtlich nicht vor Mai 2017 stattfinden.

Unterdessen hat Wolfgang Back für sich schon seine Abschiedstour begonnen, wie er sagt. Bei der Weihnachtsfeier des Gemeinderats am vergangenen Dienstag bedankte er sich bereits öffentlich bei seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Gremium und im Rathaus für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und auch am Mittwoch bei der Sitzung der Allianz Kissinger Bogen habe er sich bei allen Anwesenden für das gute Zusammenwirken bedankt. Isolde Krapf