Die vergangene Fastnachtssession verlief aufgrund der Corona-Pandemie unter besonderen Bedingungen. Viele Termine entfielen. Andere fanden ohne Publikum statt - so zum Beispiel die "Fastnacht in Franken". Nun soll es wieder närrischer werden: "Die neue Fastnachtssession findet statt", gab sich Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bundes Deutscher Karneval, jüngst bei einer Tagung des Fastnacht-Verbands Franken in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) optimistisch. Tatsächlich wird auch in der Region schon konkret für die fünfte Jahreszeit geplant.

"Mittlerweile dürfen ja auch im Innenraum wieder Veranstaltungen stattfinden", sagt Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verbands Franken (FVF) im Gespräch mit der Redaktion. Deswegen werde auch "unter Beachtung der geltenden Regeln" schon an den klassischen Terminen geplant.

Laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium dürfen Veranstaltungsstätten mit einer Besucherkapazität bis 5000 Menschen zu 100 Prozent ausgelastet sein; es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet).

Im Oktober müsse dann noch mal auf die Beschlüsse der Regierung geblickt werden, so Anderlik. Bis dahin gelten nämlich die aktuellen Maßnahmen. Wenn der Fasching im Januar und Februar seinen Höhepunkt erreicht, könnten also schon wieder andere Regeln gelten. Aber: "Es sieht gut aus, dass die Veranstaltungen stattfinden können", freut sich der Präsident. Das seien auch gute Nachrichten für kleinere Faschingsvereine. Diese könnten ebenfalls ihre Treffen veranstalten.

Die Planungen für die "Närrische Weinprobe" und die "Fastnacht in Franken" laufen laut Anderlik seit Monaten. "Wir sind schon im Austausch mit den Künstlerinnen, den Künstlern und dem BR", sagt er. Die Veranstaltungen werden im staatlichen Hofkeller in Würzburg beziehungsweise den Mainfrankensälen in Veitshöchheim stattfinden.

Heuer war dort jeweils kein Publikum erlaubt, das solle im nächsten Jahr anders sein. Der Live-Sendetermin für Fastnacht in Franken steht auch schon fest: der 18. Februar 2022.

Trotz aller Feierlaune der Närrinnen und Narren, müsse immer der Schutz der Gesundheit gewahrt werden, sagt Anderlik. "Die Impfung ist für uns ein wichtiges Werkzeug beim Infektionsschutz." Das sei auch für die Fastnacht essenziell, um Gefährdungen auszuschließen. Jeder, dem es gesundheitlich möglich sei, solle sich laut Anderlik impfen lassen. Der fränkische Fastnachtspräsident sei für den Einsatz der gesamten Fastnachtsfamilie besonders in der gegenwärtig unsicheren Zeit dankbar. Maria Faiß