Familie, Firmenmitarbeiter und nicht zuletzt der Lauftreff Tausendfüßler des TV/DJK Hammelburg trauern um Hans Schlereth. Der 69-Jährige ist jetzt nach längerer Krankheit gestorben. Sie hatte ihn bereits vor zehn Jahren aus der Bahn geworfen. Seitdem lebte er in einer medizinisch-therapeutischen Einrichtung.

Der begeisterte Läufer hatte den Drei-Mühlen-Lauf von Diebach nach Morlesau und zurück mit ins Leben gerufen und zeigte sein Herz für den Breitensport auch bei der Mitgestaltung des von ihm mitgegründeten Osterlaufes. Besonderen Wert legte der vierfache Familienvater mit inzwischen fünf Enkeln auf die Kinder. Er wollte sie für die Bewegung an der frischen Luft gewinnen. Vereinskameraden motivierte er durch seine kameradschaftliche Art zur gemeinsamen Teilnahme an Marathons und Halbmarathons im In- und Ausland.

Seine Leidenschaft für Autos machte der gebürtige Hammelburger zum Beruf. Nach einer Ausbildung zum Bürokaufmann und dem Fachabitur im Zweig Soziales absolvierte er die Ausbildung zum Karosseriebauer. Nach der Meisterprüfung arbeitete er zunächst in der elterlichen Doppelgarage. Dort restaurierte er ältere Autos und setzte Unfallautos instand.

1987 eröffnete er eine eigene Werkstatt am Weiten Weg. In der anerkannten Karosseriewerkstatt arbeiten vier Beschäftigte, wobei Ehefrau Doris Schlereth seit einem Jahrzehnt die kaufmännischen Fäden in der Hand hat.

Seine soziale Ader hatte Hans Schlereth auch bei seiner Mitwirkung im Hammelburger Sozialcafé gezeigt. Dass er aus einer Hammelburger Gärtner-Dynastie stammt, war seinem Garten anzusehen. Gerne ließ er dort seinen grünen Daumen wirken. Die Beerdigung im Laufe dieser Woche war coronabedingt auf den engeren Familienkreis angelegt. Dennoch nutzten Freunde, Weggefährten und Geschäftspartner die Möglichkeit, von ihm Abschied zu nehmen. dübi