Anna Maria Boll, Welterbe-Managerin: Werte sind aktuell

Bad Kissingens Sitemanagerin hat die Entscheidung der Unesco im Auswärtigen Amt in Berlin mitverfolgt. Das Welterbe der Great Spas sei in vielen Punkten höchst aktuell. "Die intelligente Nutzung örtlicher Ressourcen, mentale und physische Gesundheit, religiöse Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz sind Kernelemente des Kurphänomens", erklärt sie. Und: "Der Welterbetitel bestärkt unser Bewusstsein um diese Werte."

Dorothee Bär , Staatsministerin für Digitalisierung: "Mit seinen Quellen hat Bad Kissingen Kurgeschichte geschrieben."

Michael Geier, Unesco-Biosphärenreservat Rhön: Doppelt Unesco

Der Dienststellenleiter der bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön freut sich über den Unesco-Zuwachs in der Region. "Es ist in Deutschland nicht das erste Mal, dass ein Unesco-Biosphärenreservat eine Unesco Welterbestätte räumlich beinhaltet", erklärt er. "Im Falle der Great Spas of Europe ist die Schnittmenge der gemeinsamen Anliegen und Aufgaben besonders groß. Aus der Verbindung von Kur und Kulturlandschaft ergeben sich vielversprechende Perspektiven."

Sabine Dittmar, Bundestagsabgeordnete: Kurbetrieb als Symbol

Die Politikerin sieht den Kurbetrieb als Symbol für die Stadt. "Seit mehr als 200 Jahren steht Bad Kissingen für die heilsame Wirkung ihrer Quellen. Meist ist Kur das erste, was den Menschen einfällt, wenn sie nach Bad Kissingen gefragt werden", sagt sie. Bad Kissingen könne künftig in einem Atemzug genannt werden mit der Residenz in Würzburg, dem Kölner Dom oder der Bamberger Altstadt. Der Titel ist eine Chance für den Tourismus in der Region. "Weltkulturerbe lockt Besucher und Besucherinnen an, das können Bamberg und Würzburg bestätigen", sagt Dittmar.

Sylvie Thormann, Kurdirektorin: "Die prachtvolle Architektur, die natürlichen Heilmittel, lebendige Traditionen und perfekt erhaltene Strukturen zeugen bis heute von Bad Kissingens Ära als Weltbad."

Eugen Ehmann , Regierungspräsident von Unterfranken: "Die Auszeichnung vereint elf weltberühmte Kurstädte aus sieben europäischen Staaten und ist eine Paradebeispiel für eine erfolgreiche europäische Zusammenarbeit."

Ralf Ludewig, Vorsitzender Pro Bad Kissingen: Kein Relikt der Vergangenheit

Der Modehändler ist froh, dass die Bewerbung trotz der Unkenrufe zu Beginn von Erfolg gekrönt wurde. "Ich hoffe sehr, dass durch diese Würdigung der Bauten, Anlagen und Kultur von Bad Kissingen noch mehr Gäste und Touristen auf diesen wundervollen Ort aufmerksam werden", meint er. Die Great Spas haben bewiesen, dass "die europäische Bädertradition nicht nur ein Relikt der Vergangenheit ist, sondern heute noch interessant und wichtig für die Menschen sein kann."

Sandro Kirchner , Landtagsabgeordneter: "Dass Bad Kissingen jetzt zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurde, ist sensationell. Bad Kissingen ist als Weltkulturerbe enorm wichtig für unsere Heimat und unsere ganze Region wird profitieren."

Thomas Bold, Landrat: Wertvoll für die Region

Der Landrat freut sich über die höhere internationale Aufmerksamkeit, die der Titel für die Stadt und den Landkreis bringt. "Die Kultur der Kurbäder und deren Bedeutung in der Weltgeschichte auch über die europäischen Grenzen hinaus, die außergewöhnliche Architektur, die gepflegten Parkanlagen und nicht zu vergessen die Menschen, die hier im Landkreis leben und arbeiten - all das hat zu diesem positiven Ergebnis der Jury geführt", sagt er.

Manuela Rottmann, Bundestagsabgeordnete: "Bad Kissingen ist als eines der Great Spas of Europe, der schönsten alten Kurbäder Europas, zum Welterbe erklärt worden. Herzliche Glückwünsche nach ganz Europa!"