Großer Aufruhr herrschte drei Tage am Bundesausbildungszentrum der Bestatter (BAZ). Ein 35-köpfiges Filmteam aus Bayern war zu Besuch in der Münnerstädter Theo-Remmertz-Akademie. In deren Räumlichkeiten sowie auf dem Lehrfriedhof wurden Aufnahmen für die schwarze Komödie "Wer gräbt den Bestatter ein?" gedreht, die voraussichtlich im nächsten Jahr in die Kinos kommt.

Worum geht es in dem Streifen? Das Ableben der ältesten Frau Deutschlands scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Ausgerechnet, als zwischen den sonst so friedvollen Dörfern Greisendorf und Neubrunn ein Wetteifern um die vermeintlich bevorstehende Beerdigung der 114-Jährigen, die just zwischen den beiden Orten lebt, entbrennt, stirbt anstelle der alten Dame der Greisendorfer Bestatter. Der muss nun, ohne dass der Nachbarort es mitbekommt, würdevoll zu Grabe getragen werden.

Das Filmprojekt wird von den Geschwistern Tanja und Andreas Schmidbauer produziert. Die Produktionsfirma vom Chiemsee hat ihren Fokus auf bayerische Komödien gelegt. Unter den Schauspielerinnen und Schauspielern findet sich auch das eine oder andere bekannte Gesicht: Tom Kreß ("Ballon", "Grießnockerlaffäre"), Angelika Sedlmeier ("Tatort", "Leberkäsjunkie") oder der Kabarettist Uli Bauer, bekannt vom Nockherberg.

Hinter der Kamera steht Lucas Nicolaus, der 2019 für den Deutschen Kamerapreis nominiert war. "Das Fernsehen ist schon gelegentlich bei uns zu Gast, aber eine Filmproduktion haben wir zum ersten Mal hier", so Sandra Heinze vom Ausbildungszentrum, die das Drehteam drei Tage lang betreute. Sehr zuvorkommend seien die Filmleute gewesen. "Es war sehr spannend zu sehen, wie so ein Film entsteht. Wir sind gespannt auf das Ergebnis", so Heinze. Simon Snaschel