"Damit haben wir nicht gerechnet. Niemand wusste davon. Auch die Braut nicht", freute sich Seiffert und gehörte zu den ersten Gratulanten des Paares.

Thomas Löhrlein, einer der Helfer, der sich beim Bau des Verlobungs- beziehungsweise Liebestempels aktiv mit einbrachte, fragte seine Katrin, ob sie seine Frau werden möchte. Katrin Nottenkämper stammt aus dem Münsterland, über ihren Beruf haben sich die beiden kennengelernt.

Seiffert dankte allen, die sich für den Verlobungstempel eingesetzt haben. Besonders freute er sich, dass es eine Aktion aus der Bevölkerung heraus war, um ein Bischofsheimer Kleinod wieder zum Leben zu erwecken. Bis Anfang der 1970er Jahre stand der Liebestempel in der Rhönstraße.

Entstanden ist nun nach historischem Vorbild ein romantischer Tempel, der eine echte Bereicherung für Bischofsheim darstelle.

Nicht in Vergessenheit geraten

Seiffert dankte allen Verantwortlichen, die sich in den vergangenen Monaten einbrachten. Er erinnerte an die ersten Gespräche und Kontakte zu Bürgern, die sich zunächst unabhängig voneinander für den Wiederaufbau stark machten. Auch wenn eine erste Informationsversammlung wenig ermutigend war, das Thema geriet nicht in Vergessenheit.

Steffi Schöppner gründete eine WhatsApp-Gruppe. Eine Interessengruppe formierte sich, und der Bürgermeister sicherte seine volle Unterstützung zu.

Viele Handwerker

Da viele Handwerker zur Gruppe gehörten, war es kein Problem, das Bauwerk in Eigenregie zu planen und zu erstellen. Ob Maurer, Schreiner oder Dachdecker, es war ein Miteinander und sich gegenseitig ergänzen."In der losen Gruppe ist ein klasse Zusammenhalt entstanden. Ich freue mich sehr über diese Entwicklung", betonte Seiffert.

Dass das Vorhaben dann auch noch über Regionalbudget des Amtes für ländliche Entwicklung und der Kreuzbergallianz finanziert werden konnte, war ein willkommenes Geschenk. Auf jeden Fall sei geplant, das Umfeld des Verlobungstempels im nächsten Jahr noch ansprechend zu gestalten.