Auf Nachfrage bestätigte das Bundeswehr-Landeskommando Bayern, dass von morgen, Donnerstag, 22., bis Donnerstag, 29. Oktober, ein Manöver außerhalb des Truppenübungsplatzes Hammelburg geplant ist. Schwerpunkt sei der Bereich südwestlich des Truppenübungsplatzes, also zwischen Hammelburg und Gemünden.

Die Übung unter dem Namen "Blue Banner II" bildet den Abschluss eines nationalen Militärbeobachter-Lehrgangs des Vereinte-Nationen-Ausbildungszentrums der Bundeswehr. Ziel der Übung sei, dass sich angehende UN-Beobachter - trotz Corona-Auflagen - in ungewohnten Situationen und einem unbekannten Umfeld bewähren. Das Ausbildungskonzept sieht vor, dass die Lehrgangsteilnehmer dafür den Truppenübungsplatz verlassen, auf dem sie sich ja sonst ständig bewegen und auf dem sie sich gut auskennen.

Manöver: Soldaten in typischer Kleidung unterwegs

Für das Manöver seien auch Soldaten in Kleidung unterwegs, wie sie etwa in Afghanisthan landestypisch ist. Ein Ziel sei, dass die Beobachter über Gespräche herausfinden, welcher Partei ihre Gesprächspartner angehören. Zudem sollen die Lebensumstände in Einsatzgebieten nachempfunden werden. Die Rollenspieler hätten auch so genannte Darstellerwaffen dabei, also Attrappen aus Holz, die aber möglichst echt aussehen sollen. Deshalb seien auch die betroffenen Kommunen und die Polizei informiert worden. Laut Bundeswehr sind alle Übungen als solche eindeutig erkennbar, betonte der Sprecher des Landeskommandos.

Sie finden auch nicht in Siedlungen, sondern auf der freien Flur statt, Begleitpersonen weisen Passanten zudem auf die Übungsszenarien hin. Es dürfte also keine plötzlichen und unkalkulierbaren Begegnungen geben. Trotzdem bittet die Bundeswehr um Verständnis für mögliche Einschränkungen zum Beispiel beim Wandern oder Gassi-Gehen.