Etwa 39.000 Euro Gebühren zieht die Stadt jedes Jahr von Gewerbetreibenden und Gastwirten dafür ein, dass diese ihre Tische und Stühle, Stellschilder und Warenauslagen vor den Geschäften auf Gehwegen und in der Fußgängerzone aufstellen.

Aufgrund des Lockdowns und der Corona-Beschränkungen hatte die Stadt im vergangenen Jahr bereits auf diese Gebühren verzichtet.

Einzelhandel und Gastronomie unverschuldet in schwierige Situation geraten - Stadt will unterstützen

Auf Antrag der DBK hatte sich der Finanzausschuss am Mittwoch erneut mit dem Thema befasst. Die DBK beantragte das auch heuer so zu handhaben. "Wer bisher beruflich von den Konsequenzen der Coronapandemie verschont geblieben ist, kann sich glücklich schätzen", sagte Fraktionssprecher Alexander Koller. Einzelhandel und Gastronomie seien unverschuldet in eine schwierige wirtschaftliche Situation geraten. Es sei wichtig, sie zu unterstützen.

Oberbürgermeister Dirk Vogel merkte an, dass die Gebühren neu ermittelt werden könnten. Lockdown-Monate würden nicht berechnet, gezahlt werden müsste für die tatsächliche Inanspruchnahme. Das Gremium sprach sich ohne Diskussion und einstimmig dafür aus, für 2021 komplett auf die Gebühren zu verzichten.

Auch der OB schloss sich dem am. Er betonte aber, dass die Stadt nicht auf Dauer auf die Einnahmen verzichten kann. "Wir müssen die städtischen Finanzen im Blick behalten. Nächstes Jahr müssen wir anders darüber reden", sagte er.