Die Belegschaft hatte kurz vor Weihnachten in einem offenen Brief die Unternehmer-Familie um Hilfe und eine Stellungnahme gebeten. Reaktion gab es darauf bislang keine, nicht einmal der Eingang des Schreibens wurde bestätigt, berichtet Betriebsratsvorsitzender Michael Walter. "Das ist schon frustrierend", kommentiert er diesen Umgang mit den Beschäftigten.


Keine Interviews erwünscht

Auch Interviewanfragen dieser Zeitung lehnte ein Schaeffler-Sprecher für die Familie und den Vorstand kategorisch ab. "Wir sollten die Ergebnisse der laufenden Verhandlungen abwarten. Sobald diese vorliegen, werden wir darüber informieren", heißt es in der Antwort. Für kommenden Montag, 16. Januar, ist die erste Verhandlung zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat angesetzt. Laut Walter gab es im Vorfeld bislang keine neuen Informationen für den Betriebsrat. In den Verhandlungen werden laut einem Unternehmenssprecher "Hintergründe für die Entscheidung des Unternehmens erläutert und entsprechende sozialverträgliche Lösungen gesucht". Auf Initiative der SPD-Landtagsabgeordneten Kathi Petersen findet am Montag, 23. Januar, direkt in Elfershausen eine Podiumsdiskussion zum Thema Schließung des Schaeffler-Standortes statt. Neben Petersen haben der Elfershäuser Bürgermeister sowie Vertreter von Gewerkschaften und Betriebsrat ihre Teilnahme zugesagt. Die Moderation übernimmt Redakteur Ralf Ruppert von der Saale-Zeitung.