Musik ist bis heute sein Lebenselexier. 1952 gründete er in Ebenhausen mit einigen Musikanten die Blaskapelle, in der er 20 Jahre lang Tuba spielte. Im gleichen Jahr schloss er sich dem Männergesangverein (MGV) an und übernahm von 1970 bis heute die Chorleitung. Bereits 1963 hatte er in Hain den Taktstock des gemischten Chores bis 2003 geschwungen. Bis heute singt er dort im Chor mit. Für seine Treue ernannte ihn der Verein zum Ehrendirigenten.

Die Chorleiterfähigkeit wurde ihm in die Wiege gelegt. Mit zahlreichen Fortbildungen vertiefte er diese Aufgabe. Seit 1990 ist er beim Fränkischen Sängerbund staatlich anerkannter Dirigent.

Von 1966 an singt er im Chorleiterchor des Fränkischen Sängerbundes, der einmal im Monat in Erlangen probt. Außerdem gehört er zum 2007 gebildeten Männerchor des Landkreises. An zwei Abenden je Woche weilt er bei den Proben in Hain und Ebenhausen, wo er in den 70er und 80er Jahren zusätzlich einen Kinder- und Jugendchor aufgebaut hatte.

Seine überaus großen Verdienste für die Musik fanden vielfache Anerkennung: Kulturehrenbriefe der Gemeinde und des Landkreises sowie zahlreiche Ehrenzeichen des Fränkischen Sängerbundes und der Gesangvereine Hain und Ebenhausen, wo er Ehrenmitglied ist.

"Der Musik bleibe ich, solange es geht, verbunden", blickt er zuversichtlich nach vorne. Dabei ist ihm klar: "Wir werden älter. Die gesanglichen Leistungen lassen nach." Für den MGV Ebenhausen ist er ein Glücksfall; denn seit über 40 Jahren stellt er sich ehrenamtlich als Dirigent zur Verfügung.

Kurt Distler wurde in Ebenhausen geboren. Sein Vater kehrte nicht aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Mutter Babette musste ihre beiden Söhne allein versorgen. Nach der Grundschule besuchte Kurt das Gymnasium Bad Kissingen. Dort legte er 1957 das Abitur ab und studierte an der Pädagogischen Hochschule in Würzburg, wo er 1959 die erste Lehramtsprüfung ablegte. Erste Lehrerstation war Bad Kissingen. 1963 absolvierte er an der Volksschule Brendlorenzen die 2. Lehramtsprüfung. Anschließend führte er zwei Jahre die einklassige Volksschule Hain, ehe diese der Verbandsschule Poppenhausen angegliedert wurde. Bis zu seiner Ruhestandsversetzung 2002 unterrichtete er dort vorrangig in den Jahrgangsstufen 7 bis 9. Er gründete und leitete einen Schülerchor, der mit vielen Auftritten erfreute. In den letzten zehn Jahren engagierte er sich als Konrektor in der Schulleitung. Die Gemeinde Poppenhausen verlieh ihm für seine beispielhafte Erziehungsarbeit die Bürgernadel in Silber. Am 17. August 1963 heiratete er Ehefrau Karin, geborene Weigend. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.

Fest verbunden ist er im Ortsgeschehen. Dem TSV gehört er seit über 60 Jahren an. Er war aktiver Fußballer und bindet sich heute in die AH-Abteilung ein. Mitglied ist er in der Blaskapelle, bei den Eigenheimer, im Action Kindergarten und dem CSU-Ortsverband sowie in der Katholischen Erziehergemeinschaft KEG Schweinfurt. 25 Jahre lang arbeitete er im Pfarrgemeinderat mit. Auch ist er passionierter Skilangläufer. Nicht von ungefähr ist er Eisenbahnfan, waren doch Vater und Großvater Bahnbedienstete. Experte ist er in Sachen Fahrplan und scheut nicht vor Kritik an der Bahn zurück, wenn diese Einrichtungen wie den Bahnhof Ebenhausen herunterkommen lässt.

Langeweile ist für ihn Fremdwort. Er interessiert sich für die große und kleine Politik, für Lokalgeschehen, Sport und was sonst das Leben bewegt. An seinem Ehrentag werden ihm viele, allen voran Familie, Verwandte und Freunde, gratulieren und ihm weiterhin Schaffenskraft für Musik und Gesang wünschen.