Dass Corona vieles auf den Kopf stellt, erlebt man täglich, und für den SV Rothhausen hat es auch etwas Gutes, denn der Mitgliederstand ist binnen eines Jahres um 21 auf 143 angewachsen. Als Folge der Pandemie musste das Angebot erweitert werden, denn der Fußballspielbetrieb stand bekanntermaßen häufiger still, erklärte Bernd Müller für das dreiköpfige Vorstandsgremium.

Zuwachs in den Abteilungen

Das Kinderturnen unter Leitung von Mona Wagner und die Pilates-Gruppe unter Leitung von Alexandra Schüssler-Englert werden sehr gut angenommen und bescherten einen kräftigen Mitgliederzuwachs. Auch die Fahrradgruppe "Edelweiß" startete meist freitags zu Rundkursen und steuerte beliebte Ausflugsziele in der Region an. Weitere Interessenten sind willkommen und werden zum Informationsaustausch gerne in die Whatsapp-Gruppe aufgenommen, berichtete Dominik Englert. Neue Mitglieder kamen zudem durch die Volleyballgruppe zum Verein. Auch hier sind weitere Sportbegeisterte gerne gesehen, sagte Gruppenleiter Stefan Kohlhepp.

Fußball: Wenig Aktive, großer Erfolg

Nicht profitieren von der gestiegenen Aufmerksamkeit konnte jedoch die Fußballabteilung, erläuterte Fabian Wiener. Nur noch zehn Aktive stellt der SV für die Spielgemeinschaft des TSV Rothhausen-Thundorf ab. Immerhin können sich die beiden in Punkterunde auflaufenden Teams berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen, und eine Doppel-Meisterschaft wäre der bislang größte Erfolg für die seit 2007 bestehende Vereinigung. Dies sei umso erstaunlicher, da die Reservemannschaft im Vorjahr noch auf dem abgeschlagenen letzten Platz landete. Eine hohe Trainingsbeteiligung mit stets zwischen 18 und 20 Fußballern habe sich eindeutig ausgezahlt. Bedauerlich sei deshalb der Abgang von Spielertrainer Stefan Denner, der sich wieder seinem Heimatverein anschließen wollte. Mit dessen Co-Trainer Marco Schmitt und Markus Röß als Spielertrainer soll die restliche Runde nun noch zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden.

Der Juniorenbereich ist bis zur U-15 ortsübergreifend auf die Fußballvereine aus dem Einzugsgebiet der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach verteilt. Für die älteren Jahrgänge U 17 und U 19 muss wegen Personalmangels zudem mit den Fußballvereinen aus dem Markt Stadtlauringen kooperiert werden.

Gastraum entkernt und neu gestaltet

Die Corona-Pause nutzte der Verein für eine Generalsanierung des Sportheims . Unter der Leitung von Jens Wagner wurde der Gastraum quasi komplett entkernt und neu gestaltet. Mehrere tausend Euro sind an Spenden eingegangen, und die Gemeinde Thundorf hat im Rahmen ihrer freiwilligen Vereinsfördermaßnahmen ebenfalls einen großzügigen Zuschuss bewilligt, sodass die Maßnahme finanziell gut zu bewältigen war, führte Kassier Markus Müller im Kassenbericht aus.

Zahlen, die auch Thundorfs Bürgermeisterin Judith Dekant beeindruckten. Sie wolle nicht nur Dank aussprechen, sagte sie, sondern auch Mut machen. Mut, dabei zu bleiben und sich im Verein einzubringen. Der SV Rothhausen sei nicht nur der mitgliederstärkste Verein im Ort, sondern auch ein Aushängeschild, denn über seine Leistungen werde gesprochen und berichtet. Die Gemeinde werde deshalb auch künftig an ihrer bewährten Vereinsförderung festhalten und allen Vereinen die satzungsgemäße Unterstützung zukommen lassen.

Würdigungen und Ehrungen

Dank erging auch wieder an engagierte und langjährige Mitglieder. Präsente gab es für Hilmar Kehl und Julius Englert für ihre Hausmeistertätigkeiten am Sportheim. Mehr als 30 Jahre hat sich Renate Beck um die Sauberkeit im Sportheim gekümmert. Zur Beendigung ihrer Tätigkeit erhielt sie ebenfalls ein Präsent.

Ehrungen gab es für zehnjährige Mitgliedschaft für Andreas Roth. Seit 20 Jahren sind Dino Bassetti, Christian Beck, Matthias Beck, Gunnar Grünewald, Bettina Böhm und Nadine Müller im Verein. 25 Jahre gehören Dieter Hümmer und Dieter Wagner dem SV an. 40 Jahre sind Reiner Rottmann und Alfred Memmel dabei und seit 50 Jahren Klaus Beck und Michael Wiener.