Mit neuen Flyern und Broschüren wirbt die Stadt Münnerstadt nun wieder mit ihren Besonderheiten. Christine Schikora hat im Auftrag des Gewerbevereins "Kaufhaus" Mürscht Flyer für Wohnmobilisten und Wanderer herausgegeben, sowie eine neue Imagebroschüre erstellt. Die letzten Prospekte waren stark überarbeitungsbedürftig oder komplett vergriffen. Gewerbeverein und Stadt haben sich die Kosten geteilt.

"'Kaufhaus' Mürscht und besonders Christine Schikora haben sich mächtig ins Zeug gelegt für die neuen Printprodukte der Stadt", sagt Kilian Düring, Kreativkraft für Stadtmarketing und Tourismus. Gerade sind 2000 druckfrische Imagebroschüren in die Touristeninformation im Deutschordensschloss geliefert worden, dazu jede Menge Flyer. Arno Reuscher, Vorsitzender von "Kaufhaus" Mürscht, Christine Schikora von GrafikDesign Schikora, Bürgermeister Michael Kastl (CSU) und Kilian Düring stellten sie bei einem Pressegespräch vor.

Den Wohnmobilflyer hat sie neu aufgelegt, sagt Christine Schikora. Dort sind die Stellplätze verzeichnet, beispielsweise auf den Parkplätzen 1 und 2 in Münnerstadt oder am Rindhof in Maria Bildhausen. Ebenfalls neu gestaltet und einem einheitlichen Layout angepasst hat sie die Wanderführer "Wiesenweg" und "Wacholderheiden" und die Extratour des Hochrhöners "Michelsberg". Teilweise waren die Flyer schon zehn Jahre alt. Christine Schikora hat sie aktualisiert und neu gestaltet.

Das bei weiten aufwändigste Projekt war die neue Imagebroschüre mit Gastgeberverzeichnis. Früher hatte es zwei Hefte gegeben, sie habe aber festgestellt, dass viele Dinge doppelt waren. Also kamen die Verantwortlichen zu dem Schluss: "Wir machen ein Heft, in dem alles komprimiert wird."

"Es war auch notwendig, dass wir was Neues machen", betont Arno Reuscher. Die alte Broschüre mit dem Schmetterling auf der Titelseite sei nicht nur sehr alt, sondern auch kaum mehr erhältlich. Nur gelegentlich tauche mal ein Exemplar auf. "Vom Aussterben bedroht", scherzt der Vorsitzende.

"Das, was da war, wurde der Stadt nicht gerecht", ist Christine Schikora überzeugt. Also hat sie sich an die Arbeit gemacht. Im ersten Teil der 44 Seiten umfassenden Broschüre sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt dargestellt. Möglichkeiten von Führungen werden aufgezeigt und sämtliche Stadtteile vorgestellt. Ebenso wird auf die Möglichkeiten sportlicher Aktivitäten wie Radfahren, Wandern oder Golfen.

Was Münnerstadt zu etwas Besonderen macht, sind aber nicht nur die Sehenswürdigkeiten und die Umgebung. Veranstaltungen wie das Heimatspiel, die GTI-Treffen, das Stadtfest "Musik und Märkte", der Kunsthandwerkermarkt "Weihnachten im Schloss" und vieles, vieles mehr, ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Einkaufs- und Wellnessmöglichkeiten werden aufgeführt im huinteren Teeil der Broschüre stellen sich die Gaststätten, Hotels und Vermieter von Ferienwohnungen vor.

Auf Initiative von "Kaufhaus" Mürscht hatte sich der Stadtrat vorn einiger Zeit mit dem Thema Imagebroschüre befasst und beschlossen, dies finanziell zu unterstützen, sagt Bürgermeister Michael Kastl. Es hat eine Weile gedauert, weil die Imagebroschüre von Grund auf neu gestaltet wurde. "Als ich den Entwurf gesehen habe, war ich schwer beeindruckt" gesteht Kilian Düring. "Weil ich nachvollziehen kann, was das für eine immense Arbeit ist."

Christine Schikora ist dabei einmal mehr bewusst geworden, was es hier alles gibt. Sie sieht die Imagebroschüre deshalb nicht nur als Werbeprospekt für potenzielle Gäste an. Sie hofft, dass sich den Münnerstädtern so auch mehr bewusst wird, wie schön es hier ist. "Es ist unglaublich, was wir hier alles haben", betont sie. "Münnerstadt hat viel mehr zu bieten, als man denkt, bekräftigt auch Kilian Düring.

Gut 2000 Exemplare sind inzwischen geliefert worden. Die Auflage sei bewusst klein gehalten, damit bei der nächsten auf geänderte Öffnungszeiten oder Preise eingegangen werden kann. "Der große Schatz ist die digitale Version" sagt Kilian Düring und Christine Schikora bestätigt, dass Änderungen jetzt mit wenig Aufwand verbunden sind. Die große Arbeit sei die Ersterstellung gewesen.

"Das halte ich für sinnvoll", meint Michael Kastl dazu. So eine Broschüre müsse immer aktuell sein. So ist beispielsweise schon die Weinstube "angerWein" enthalten und die Preise und Öffnungszeiten sind mit dem neuen Pächter des Bayerischen Hofes und des Bären abgestimmt. Imagebroschüre und Flyer gibt es nicht nur in gedruckter Form. Sie können auch als PDF-Datei von der Homepage der Stadt heruntergeladen werden.

Schon lange bevor er Bürgermeister war, seien Arno Reuscher und Oliver Schikora vom Gewerbeverein auf ihn zugekommen, um ihn zu überzeugen, dass die Broschüren und Flyer gebraucht werden, sagt Michael Kastl. Immer wieder sei er angesprochen worden. "Schön, dass wir es jetzt geschafft haben." Die beiden seien es auch gewesen, die den Stadtrat überzeugt haben, "das wir was tun müssen."