Münnerstadt
Stadtmöblierung

Sitzbänke ausdrücklich erwünscht

Die Stadt Münnerstadt wird private Sitzgelegenheiten vor den Häusern auf kommunalem Grund zulassen. Alles wird jedoch nicht erlaubt, die Verwaltung erarbeitet eine Regelung.
Der Stein des Anstoßes, die Sitzbank mit Blumenkübel in der Veit-Stoß-Straße. Die Beschwerde eines Nachbarn bei der Stadt hat dazu geführt, dass solche Sitzgelegenheiten unter bestimmten Auflagen prinzipiell möglich sind. Foto: Thomas Malz
Der Stein des Anstoßes, die Sitzbank mit Blumenkübel in der Veit-Stoß-Straße. Die Beschwerde eines Nachbarn bei der Stadt hat dazu geführt, dass solche Sitzgelegenheiten unter bestimmten Auflagen prinzipiell möglich sind. Foto: Thomas Malz

Die Beschwerde eines Nachbarn über eine Sitzgelegenheit in der oberen Veit-Stoß-Straße hat dazu geführt, dass die Stadt nun solche Bänke zulassen wird. Weil gleichzeitig im Rahmen des Förderprogramms "Innenstädte beleben" eine Möblierung der öffentlichen Straßen und Plätze erfolgt, soll beides miteinander abgestimmt werden. Die Stadt wird sich großzügig zeigen, allerdings durch eine Regelung jederzeit Herr des Verfahrens bleiben.

Die Mitteilung des Nachbarn hat Bürgermeister Michael Kastl (CSU) zum Anlass genommen, die Frage prinzipiell zu klären, welche Position der Stadtrat zu solchen Sitzgelegenheiten einnimmt. Zu klären wäre auch, ob solche Dinge möglicherweise sogar gefördert werden könnten. Deshalb trafen sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses jetzt vor Ort. Mit dabei war auch der Sanierungsbeauftragte der Stadt, Alexander Albert.

Sanierungsbeauftragter sieht es positiv

Solche Sitzgelegenheiten könnten die Aufenthaltsqualität schon verbessern, wenn sie gut gemacht sind, meinte Alexander Albert zu der Sitzbank mit Blumenkasten. Dazu müssten allerdings gewisse Regularien eingehalten werden. Sonst könnten Dinge entstehen, die nicht gewollt sind. "Wir müssen schauen, dass es gut ist", so der Sanierungsbeauftragte. Ähnlich sah es Leo Pfennig (Freie Wähler). Er sei prinzipiell dafür, aber die Stadt müsse die Regeln vorgeben.

Die Sitzung, die 2. Bürgermeister Andreas Trägner (Freie Wähler) leitete, wurde anschließend im Rathaus fortgesetzt. Andreas Trägner schloss sich der Meinung Pfennigs an. Dieser bekräftigte noch einmal, dass ein Konzept für die Möblierung des öffentlichen Raums erstellt werden sollte, und verwies auf den inhaltlichen Zusammenhang der privaten und der öffentlichen Möblierung im Rahmen des Förderprogramms "Innenstädte beleben". "Wir brauchen eine Stadtmöblierung aus einem Guss", betonte Leo Pfennig. Die Stadt sollte großzügig bei der Genehmigung privater Sitzgelegenheiten sein, aber die Hand darauf haben.

Festgelegt werden sollte beispielsweise, dass Holz für solche Bänke verwendet werden muss und kein Plastik, meinte Britta Bildhauer (SPD). Und es müssten auch noch Kinderwagen vorbeikommen.

Sauber regeln

"Wir sehen das positiv, denn das bedeutet Leben in der Ortschaft", sagte Norbert Schreiner (Forum aktiv) dazu. Nur, wenn es nicht passt, sollte man einschreiten.

Das müsse sauber geregelt sein, führte Klaus Schebler (Neue Wege) ins Feld. So sollte die vorgeschriebene Gehwegbreite von 1,5 Meter erhalten bleiben und ausschließlich Naturmaterialien verwendet werden. "Man muss aber auf die Dichte achten", betonte er. In einer Straße sollte es nur eine bestimmte Anzahl von Bänken geben.

Wenn ein System erstellt werden sollte, wo Bänke möglich sind und wo nicht, dann müsste man ja die Informationen haben, wer so etwas vorhat, meinte Arno Schlembach (CSU) und wollte wissen, ob man dann bei den Bürgern anfragen möchte. Leo Pfennig sprach von einer Art Gestaltungssatzung, wie es sie ja auch für die Gestaltung der Häuser gibt.

Gleichbehandlung

Man könne nicht dem einen Hausbesitzer eine Bank genehmigen und dem anderen nicht, fand Rosina Eckert (Fotum aktiv). Wenn jemand eine Bank haben möchte, sollte man prüfen, ob sie hinpasst und ob sie öffentlich oder privat genutzt wird.

Andreas Trägner fasste schließlich den Beschluss zusammen. Danach soll die Verwaltung zusammen mit Alexander Albert das Ganze in Form bringen. Der Beschluss fiel einstimmig.