Bei seinem letzten Rathaussturm als amtierender Bürgermeister von Burglauer musste sich Kurt Back vom Sitzungspräsidenten der Burg-Elf, Udo Ries, ein letztes Mal seine "Freveltaten" vorwerfen lassen. Im Anschluss übernahm die "Burg-Elf" in der närrischen fünften Jahreszeit das Zepter, ab jetzt wird alles besser.

"Alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei, und mit Kurt Back ist's bald vorbei, doch wir wolln nicht traurig sein, die Karola (Back, Strahlungens Bürgermeisterin) zieht bald ei", war der Refrain, der dann folgte.

Lautstark losgelegt

"Wir alle stehen heute hier vor dem Rathaus, um mit Kurt Back abzurechnen, um vom Bürgermeister persönlich zu hören, was er in letzter Zeit alles an Leistungen für unsere geliebte und ehemals blühende Gemeinde Burglauer erbracht hat", legte Udo Ries, Sitzungspräsident der Burgelf, gleich lautstark los, um festzustellen, dass hier vor dem Rathaus zu dieser Frage schon "seit Jahren immer die gleiche peinliche Stille herrscht".

"Für wen wurden die 14 Parkplätze am Friedhof gebaut, die meisten bleiben doch sowieso drin", fragte Ries und nannte als Höhepunkt des Jahres auf der Versagensliste die Errichtung einer "5-Sterne-Notdurft-Verrichtungsstelle" in der Rudi-Erhard-Halle. Während es bei der "Linsenspitzers Karola" den teuren Mumm-Sekt gibt, bietet Kurt Back halt "ä Prise vo seim Schnupftabak ooh", stellte Ries die Gegensätze heraus.